15.03.2016  Recorded Music  International

Sony kauft Michael Jacksons Sony/ATV-Anteile für 750 Mio. Dollar

 

Los Angeles – Sony will dem Michael Jackson Estate dessen Anteile an Sony/ATV abkaufen. Dieser Schritt ist dem Major 750 Millionen US-Dollar wert. Damit sichert sich Sony die komplette Kontrolle über den Musikverlag, der beispielsweise die Urheberrechte an Songs von den Beatles, Bob Dylan, Queen und Taylor Swift hat.

Laut einer Bekanntmachung des Unternehmens hat Sony einen Vorvertrag für den Kauf der Anteile des Michael Jackson Estates unterzeichnet. Eine endgültige Einigung wird für den 31. März erwartet, ein Abschluss des Deals steht für Ende 2016/Anfang 2017 im Raum.

Sony/ATV wurde vor 21 Jahren als Joint Venture zwischen Sony und Michael Jackson gegründet. Nach der Veräußerung seiner Anteile blieben dem Jackson Estate nur noch ein zehnprozentiger Anteil an EMI Music Publishing sowie Mijac Music, das die Rechte an den von Michael Jackson geschriebenen Songs und deren Master-Aufnahmen hat.

Ein Großteil der 750 Millionen Dollar soll wohl darauf verwendet werden, den Schuldenberg von 500 Millionen Dollar abzutragen, der den Nachlass seit sieben Jahren belastet, berichtet billboard.com. Nach Abzug von Steuern, Gebühren und Aufwänden soll das restliche Geld in ein Treuhandvermögen umgewandelt werden, das Michael Jacksons drei Kindern zukommt.

"Eine der klügsten Investitionen der Musikgeschichte"

Die Jackson-Nachlassverwalter John Branca und John McClain erklärten: "Durch diese Transaktion können wir den Wert des Michael Jackson Estate zugunsten seiner drei Kinder weiter maximieren. Sie bestätigt auch Michaels Weitsicht, in einen Musikverlag zu investieren. Mit der Übernahme des ATV-Katalogs 1985 für 41,5 Millionen Dollar hat er den Grundstein für das Joint Venture gelegt – nachweislich eine der klügsten Investitionen der Musikgeschichte."

Für Sony löst sich durch die Übernahme die "komplizierte Eigentumsstruktur" auf. Dadurch hat das Unternehmen volle Kontrolle über das Verlagsgeschäft, was seine Position auf dem Markt stärken dürfte. Auch Sony hält zudem 29 Prozent an EMI Music Publishing und fungiert als Verwalter. Martin Bandier, der erst kürzlich als CEO verlängert hat, leitet damit einen Verlag, der über 1,2 Milliarden US-Dollar umsetzt.

Sony-Entertainment-CEO Michael Lynton erklärte: "Durch diese Übernahme kann Sony schneller auf Veränderungen im Musikverlagsgeschäft reagieren. Wir freuen uns darauf, auch weiterhin mit dem Estate zusammenzuarbeiten, um Michael Jacksons Erbe auf vielerlei Art zu unterstützen."

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