06.08.2012
Österreich
Grundlsee - 20.000 Zuschauer pilgerten auf die Zloam zum "Seer Open Air 2012". Das Event war erneut ein Mega-Erfolg. 2011 machten die Seer ein Jahr Pause. Die Schiwiese oberhalb von Grundlsee (Salzkammergut) – Zloam genannt – blieb im Vorjahr unberührt, denn der stetig wachsende Massenandrang zum traditionellen "Seer Open Air" sorgte auch für Stirnrunzeln bei den Verantwortlichen. Ein neues Konzept musste her, eines das entsprechende Sicherheitslösungen für derartige Menschenmassen beinhaltet und allen Eventualitäten Stand hält. Am Abend des 4. August war es dann wieder so weit.
Die Seer luden in einer hießen, schwülen Nacht zum Heimspiel und brachten Kollegen mit. Andreas Gabalier ließ bereits um 19 Uhr den Almboden beben und mit ihm hatten die Seer den derzeitigen absoluten Nummer-eins-Act der Österreicher auf der Bühne. Dann versuchten die Les Humpries Singers (mit Jürgen Drews) dem mittlerweile einsetzenden Schlechtwetter zu trotzen. In Gewitter und Starkregen brach sich die angestaute Schwüle Bahn. Eisern sangen die Les Humphries dem Wolkenbruch entgegen, obwohl das Wasser waagrecht auf die Bühne schoss. "Mexico" und all die anderen großen Hits besänftigten Petrus nicht. Es schüttete weiter wie aus Eimern.
Zwanzig Minuten nachdem die Seer um 21 Uhr die Bühne enterten drehte der Himmel dann aber doch den Hahn ab und eine grandiose Show konnte ihre volle Magie entfalten. Neue Songs aus dem aktuellen Album "Grundlsee" und die großen Hits wechselten einander ab. Top Grafik, Licht und Video-Zuspielungen verzauberten die Bühne. Jürgen Leitner, der junge Mann an der Harmonika, nahm die Gelegenheit beim Schopf und machte seiner Sandra mitten in der Show und auf der Bühne kniend, den Ring in der Hand, einen Heiratsantrag. Auf der Wiese trieb es den Frauen die Tränen in die Augen, ob der Romantik der Szene und auch Sandra wird diese Nacht wohl nie vergessen. Getoppt hat das Spektakel dann Seer-Mastermind Fred Jaklitsch. In einer riesig großen Lederhose steckend, schwebte er singend am Kranseil baumelnd hoch über dem Festgelände. Das Konzert ging, wie es die Tradition gebietet, mit einem Mega-Feuerwerk um Mitternacht zu Ende. Das "Seer Open-Air 2012" war ein durchschlagender Erfolg und den Tüchtigen gehört somit auch das Glück, denn der vorhergesagte Hagel blieb aus.