22.07.2010  Recorded Music  International

Schweden: Piratenpartei entert ISP-Markt

 

London - Die schwedische Piratenpartei startet ihren eigenen Breitband-Service, Pirate ISP, der laut eigenen Angaben Anonymität für seine Kunden bietet. Man möchte auf diese Weise die in der Verfassung garantierten Grundrechte der User schützen, so Gustav Nipe, CEO Pirate ISP.

Betrieben wird der Breitband-Dienst von ViaEuropa, der Firma, die hinter iPredator steckt, dem VPN (Virtural Private Network) also, das schon für The Pirate Bay die IP-Adressen der User verbarg. Der umstrittene Webhost war erst im Mai in rechtliche Schwierigkeiten geraten. Daraufhin übernahm die Piratenpartei die Host-Funktion für The Pirate Bay und nutzte parlamentarische Immunität, indem sie die Webseite aus dem Inneren des schwedischen Parlaments betrieb.

Gegenüber "TorrentFreak" erklärte Gustav Nipe, man würde die Privatsphäre für alle Kunden maximieren. Versuche, rechtliche Schritte gegen Pirate ISP zu ergreifen, würde die Partei mit Hinweis auf das Verfassungsrecht abwehren. Man habe einige Asse im Ärmel, so der CEO und man könne sicherstellen, das Pirate-ISP-Kunden nicht mit Briefen des schwedischen Anti-Piraterie-Büros belästigt werden. Auch Schritte aus dem Ausland, etwa durch die USA, fürchte man nicht.

Für die Piratenpartei sind die strengen schwedischen Gesetze zum Schutz der Urheberrechte ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Bürger. Man versuche, gegen die Big-Brother-Gesellschaft anzukämpfen, so Nipe.

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