03.08.2012
Wirtschaft
Berlin - Der Wirtschaftszweig der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche ist ein Wachstumsmarkt. Dieser Teilbereich der Musikbranche rangiert auf Platz zwei der umsatzstärksten Teilmärkte, vermeldet die Society Of Music Merchants (SOMM).
Errechnet wurden diese Zahlen in der Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes sowie vom Büro für Kulturforschung Michael Söndermann. Noch immer ist jedoch ein Rückgang in der Anzahl der Unternehmen, die sich auf den Wirtschaftszweig Einzelhandel mit Musikinstrumenten und deren Herstellung spezialisiert haben, zu beobachten. So ging die Zahl dieser Firmen von 2.235 im Jahr 2009 auf 2.142 im Jahr 2010 zurück. "Die Entwicklung, dass der Facheinzelhandel nach und nach von der Landkarte verschwindet, beobachten wir seit einigen Jahren mit Argwohn. Derzeit entwickeln wir deshalb einige Initiativen und Konzepte wie beispielsweise die 'Music Your Life'-Kampagne, um dieser Dynamik entgegenzuwirken. Umso erfreulicher ist es aber deshalb für uns, dass Hersteller und der Gesamtumsatz der Branche trotz rückläufiger Unternehmenszahlen im Einzelhandel weiter wachsen“, so Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM.
Der Umsatz des Einzelhandels mit Musikinstrumenten stieg 2010 auf einen Jahresumsatz von 1,175 Milliarden Euro. 2009 waren es noch 1,105 Milliarden Euro. Der Umsatz des herstellenden Gewerbes entwickelte sich im Jahresvergleich um 19 Millionen Euro auf insgesamt 551 Millionen Euro. Somit verbesserten sich beide Märkte im Ranking um jeweils einen Platz auf den zweiten beziehungsweise fünften Platz der umsatzstärksten Teilmärkte der Musikwirtschaft. Platz eins belegt nach wie vor der Bereich der Theater- und Konzertveranstalter. Der Einzelhandel mit Musikinstrumenten verwies den Bereich Tonträgerverlage auf den dritten Platz.