05.12.2012  Recorded Music  Digital+Mobil

Rihanna, Katy Perry & Co. kritisieren Pandora

 

New York – Pandora erntet für seine Bemühungen, die Kosten für Musiklizenzen zu senken, Kritik von Künstlern, Labels und Verlagen. Pandora tut sich laut eigenen Angaben schwer, unter den aktuellen Tarifen, die der Webcaster an die Verwertungsgesellschaften SoundExchange und ASCAP zahlt, profitabel zu sein. Songwriter, Autoren und Künstler dagegen bemängeln, ohnehin schon zu wenig Geld von Pandora zu erhalten.

Auslöser der Kontroverse war der Internet Radio Fairness Act (IRFA), der die unterschiedlichen Tarife, die in den USA von verschiedenen Radio-Formaten an Rechteinhaber gezahlt werden müssen, angleichen soll. Er sieht vor, dass die Tarife, die Webcaster wie Pandora an die digitale US-Verwertungsgesellschaft SoundExchange zahlen, künftig an die Raten, die Satelliten-Radios wie SiriusXM zahlen, angeglichen werden, also sinken. Pandora tut sich laut eigenen Angaben schwer, profitabel zu sein, unter anderem wegen der enormen Lizenzkosten, die der Service für die Nutzung der Musik abtreten muss. Deshalb bemüht sich Pandora um eine Senkung der Raten, die an die Verwertungsgesellschaft gezahlt werden müssen. Anfang November verklagte Pandora ASCAP, die US- Verwertungsgesellschaft für Autorenrechte, und verlangte das Senken der Tarife.

Insgesamt 125 Künstler, darunter Rihanna, Katy Perry und Billy Joel, richteten sich daraufhin in einem offenen Brief an den US-Kongress mit der Bitte, die ohnehin schon niedrigen Raten nicht noch weiter zu senken. Nun haben sich auch die US-Songwriter-Verbände Songwriting Guild Of America, Music Creators North America Alliance und European Composer And Songwriter Alliance an der US-Kongress gewandt, um ihre Bedenken am Internet Radio Fairness Act zu äußern. Während Künstler und Labels ja noch in der Lage seien, Tarife mit Diensten wie Pandora auszuhandeln, besäßen Songwriter und Musikverleger diese Möglichkeit in den USA nicht. Während Pandora 50 Prozent seiner Einnahmen an Künstler und Labels ausschütte, erhielten Songwriter nur etwa vier Prozent. Die Songwriter-Verbände verlangen laut "Billboard", dass auch sie in Tarifverhandlungen treten können. An weiteren Vorschlägen für eine Neugestaltung der Tarif-Situation werde gearbeitet.

0 Leser fanden diesen Beitrag lesenswert

0 Leser fanden diesen Beitrag weniger lesenswert

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Sie haben schon an der Berwertung teilgenommen.

Sie haben ihre Meinung geändert.


 
 
 

Weitere News

 
 

19.12.14 |

Recorded Music

Schweiz

Die mathematisch-logische Folge der bisherigen Albumveröffentlichungen der Schweizer Sängerin Eliane ist leicht erkennbar: Jedes Jahr ein neues Album, jedes Mal ein Treppchen höher. Daher steht nach Platz vier mit "Like The Water" (2012) und Rang drei "Venus & Mars" (2013) für "Bright Lights" (2014) logischerweise Position zwei für "das größte Schweizer Talent" von 2012 zu Buche.

 

19.12.14 |

Live Entertainment

Wirtschaft

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat am heutigen 19. Dezember das Insolvenzverfahren über das Vermögen von creative talent eröffnet. Der als Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Thomas Kühn plant 2015 Käufer der abgesagten Kylie-Minogue-Tour 2014 entschädigen.

 

19.12.14 |

Recorded Music

International

Mit 375.000 Einheiten erreicht J. Cole auch mit seinem dritten Studioalbum, "2014 Forest Drive" die Spitze der US-Album-Charts. Mit seinen bisherigen zwei Alben, "Cole World: The Sideline Story" von 2011 und "Born Sinner" von 2013 eroberte er bereits die Eins und hat zudem mit jedem Album die Verkaufszahl gesteigert.

 

19.12.14 |

Live Entertainment

Tourneen/Festivals

Der legendäre Wu-Tang Clan wird beim "Out4Fame Festival 2015" Headliner sein. Auch Samy Deluxe sowie Celo & Abdi zählen zu den bereits bestätigten Künstlern. Außerdem musste das Datum für die zweite Ausgabe des "Out4Fame Festivals" um eine Woche verlegt werden, auf den 12. bis 13. Juni 2015.