11.11.2011
Tourneen/Festivals
Bonn - Die Gesellschafter der "Rheinkultur" haben sich dazu entschieden, dass 2012 die 30. Ausgabe des "Rheinkultur"-Festivals nicht stattfinden wird. Ob das Open-Air darüber hinaus eine Zukunft hat, ist ebenfalls ungewiss.
Fast 30 Jahre lang war die "Rheinkultur" eines der namhaftesten eintrittsfreien Festivals Europas. Nicht nur nationale Top-Acts wie Gentleman , Beatsteaks oder Die Fantastischen Vier , sondern auch internationale Bands wie Mando Diao , Razorlight oder die Bloodhound Gang machten schon Halt beim "Rheinkultur"-Festival.
Die Rheinkultur GmbH betont, dass dieser Schritt nicht erfolgt, weil das Festival "pleite" ist. Trotzdem spielen auch finanzielle Gründe eine Rolle. Die Anforderungen, die an eine Veranstaltungen dieses Formats in organisatorischer, logistischer und finanzieller Hinsicht gestellt wurden, seien im Rahmen des "Rheinkultur"-Konzepts nicht mehr erfüllbar.
Als weiteren Grund für die Absage führen die Veranstalter um Holger Jan Schmidt an, dass die Bedeutung des Festivals für die Region von der Stadt Bonn aus ihrer Sicht unterschätzt wurde und eine kontinuierliche Ungleichbehandlung im Vergleich zu anderen in Bonn stattfindenden Großveranstaltungen existiere.
Man habe, um einen großen Sponsor zu gewinnen, mit verschiedenen Firmen und Marken gesprochen, jedoch ohne Erfolg. Auch über das Thema Eintritt sei intensiv diskutiert worden. Das Risiko, dass die Zuschauer ein kostenpflichtiges Konzept nicht annehmen würden, sei jedoch zu groß.