23.09.2010  Live Entertainment  Wirtschaft

"Reeperbahn Festival": Bernd Neumann lobt Hamburg

 

Hamburg - Offizieller kann man eine Musikveranstaltung in Deutschland kaum eröffnen: Kulturstaatsminister Bernd Neumann gab am Donnerstagnachmittag in Hamburg den Startschuss für das fünfte "Reeperbahn Festival". Bis Samstag treten rund 190 Bands in den Clubs entlang der Reeperbahn auf, zeitgleich trifft sich die Musikwirtschaft zum Branchenkongress Reeperbahn Campus.

"Hamburgs großartige Musiktradition und die einzigartige Atmosphäre seiner vielen Clubs machen das 'Reeperbahn Festival' zu etwas ganz Besonderem", lobte Bernd Neumann bei seiner Ansprache im Schmidt Theater. "Musik, die hier erstmals live gespielt wurde, setzte Standards und wurde oftmals weltberühmt." Das Festival sei zudem ein Premium-Partner der Initiative Musik. In den nächsten drei Tagen treten in Hamburg zwölf Bands auf, die von der Initiative und damit von der Bundesregierung gefördert würden.

Eine Trennung zwischen Unterhaltungsmusik und Ernster Musik wies der Staatsminister als überholft zurück. "Popmusik aus Deutschland ist mittlerweile ein bedeutender Kulturbotschafter geworden", so Neumann. Die Bundesregierung wolle sich deshalb auch in Zukunft für diesen Teil der Kreativwirtschaft einsezten. "Wir brauchen ein lebendiges Kulturleben in Deutschland, und Events wie das 'Reeperbahn Festival' gehören dazu."

Die Aussagen von Bernd Neumann gefielen unter anderem Seymour Stein. Der Mitbegründer und ehemalige Chairman von Sire Records blickte im Gespräch mit Olaf Furniss auf seine Zeit in Hamburg zurück. "Es gibt nur gute und schlechte Musik", wischte Stein jegliche Diskussion über E- und U-Musik beiseite. "Und in Deutschland gibt es viel gute Musik." An Hamburg schätze er die vielen Möglichkeiten für junge Bands, zu denen einst auch die Beatles zählten.

Eingangs hatte Alexander Schulz von der Reeperbahn Festival GbR die Gäste begrüßt und gleichfalls den hohen Stellenwert der Popmusik in Deutschland betont. An der Eröffnung des Festivals nahmen unter anderem auch Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus, Bernd Dopp und Benedikt Lökes von Warner Music sowie Konzertveranstalter Karsten Jahnke teil. Die Karsten Jahnke Konzertdirektion ist gemeinsam mit der von Alexander Schulz und Detlef Schwarte geleiteten Agentur Inferno Events Veranstalter des "Reeperbahn Festivals".

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