08.02.2012
Digital+Mobil
München - Der Streaming-Dienst Rdio verknüpft seine Inhalte mit Facebook. Damit sehen Freunde von Rdio-Usern, welche Musik der Rdio-Nutzer hört. Das automatische Teilen, auch "Frictionless Sharing" genannt, wird schon von Diensten wie Deezer, Simfy und Spotify genutzt.
Freunde des jeweiligen Rdio-Nutzers erhalten in ihrem Newsfeed einen Hinweis darauf, welche Musik dieser gerade hört. Mit einem Klick auf die Play-Taste des Rdio-Players kommt der jeweilige Freund dann selbst in den Genuss dieses Musikstücks. Zusätzlich erhalten diese einen siebentägigen Test-Account für Rdio und können damit die empfohlenen Songs in voller Länge hören.
Möglich wird das automatische Sharing über die Schnittstelle Open Graph, die Facebook im September auf der Entwicklerkonferenz f8 vorgestellt hatte. Das Streaming-Portal Simfy nutzt diese Funktion bereits, genauso wie Spotify, Deezer und tape.tv. Nutzer von Spotify und Co. haben allein in den ersten zwei Monaten, in denen die Inhalte von Spotify automatisch mit dem Facebook-Profil verknüpft wurden, mehr als 1,5 Milliarden Songs geteilt. Im Rahmen der MIDEM hatte Facebook bekannt gegeben, dass die Anzahl der über die Plattform geteilten Songs mittlerweile auf über sieben Milliarden Songs angewachsen ist.
Das automatische Sharing gibt es bei Facebook seit Januar. Offiziell befindet sich der Dienst in Deutschland noch in der Beta-Phase. Facebook erhofft sich durch das automatische Sharing mehr Interaktion unter den Nutzern und mehr Attraktivität für Contentanbieter. Für den Nutzer von Streaming-Portalen hat das automatische Sharing allerdings auch einen Haken. Geteilt wird automatisch. Wer nicht möchte, dass Informationen über sein Nutzerverhalten öffentlich werden, muss dies manuell deaktivieren.
Der Streaming-Dienst Rdio ist seit dem 12. Januar auch in Deutschland verfügbar.