24.02.2012  Live Entertainment  Wirtschaft

Rammstein reichen Klage gegen Stadt Dortmund ein

 

Dortmund - Rammstein gehören wohl zu den bekanntesten, aber auch umstrittendsten Bands aus Deutschland. Nun sorgt die Band erneut für Schlagzeilen: Wie die "Ruhrnachrichten" berichten, sollen Rammstein die Stadt Dortmund vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen verklagen. Streitpunkt sei der so genannte "blaue Brief", den das Ordnungsamt den Musikern vor zwei Jahren im Vorfeld ihrer Auftritte in der Westfalenhalle geschickt hat.

Kurz vor den im Februar 2010 stattfindenden Konzerten in der Dortmunder Spielstätte hat das Ordnungsamt der Band verboten, das Lied "Ich tu dir weh" bei den Autritten zu spielen. Der Song wurde zuvor von der Bundesprüfstelle für judgendgefährdende Medien (BpjM) wegen seines von vielen als Gewalt verherrlichend empfundenen Textes auf den Index gesetzt. Auf Antrag des Bundesfamilienministeriums verhängte die BpjM zugleich auch ein Verbot für das Album "Liebe ist für alle da" (Rammstein/Universal Music). Seit dem 11. November 2009 durfte das Album nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden – so auch nicht während der Konzerte in der Westfalenhalle Dortmund.

Laut den "Ruhrnachrichten" heißt es jetzt, Rammstein wollten mit der aktuellen Klage dieses Verbot nachträglich als rechtswidrig einstufen lassen. Schließlich hätten sie auch im Sommer 2010 am Verwaltungsgericht Köln eine Eilklage gegen die Entscheidung der Bundesprüfstelle für sich entschieden. Rammsteins Single "Ich tu dir weh" und das Album "Liebe ist für alle da" wurden darauffolgend wieder freigegeben. Als Hintergrund der Klage vermutet man, dass die Band Schadensersatzforderungen gegen die Stadt Dortmund vorbereiten wolle. Durch das Tonträger-Verkaufsverbot könnten Rammstein Einnahmen weggebrochen sein, so die Zeitung.

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