24.08.2012
Tourneen/Festivals
Hasselt - Am 19. August ging Belgiens größtes Rockfestival, das "Pukkelpop" mit einer erfreulichen Bilanz zu Ende. Trotz der Hitzewelle, die zwischen 16. und 18. August durch Europa zog, registrierte man eine durchschnittliche Besucheranzahl von 63.000 pro Tag. Mehrere Größen der internationalen Rockszene, unter anderem die Foo Fighters und The Gaslight Anthem, traten bei der 27. Ausgabe des "Pukkelpop" auf.
Ein Grund zum Aufatmen für die Veranstalter: Nach den Katastrophen in den Jahren 2010 und insbesondere 2011 beim "Pukkelpop"-Festival war zunächst unklar, ob das Festival in Zukunft überhaupt noch einmal stattfinden würde. Aufgrund eines starken Unwetters im letzten Jahr beim "Pukkelpop" kamen fünf Menschen ums Leben, Dutzende wurden schwer verletzt. Die entstandenen finanziellen Schäden der Katastrophe hätten beinahe das Aus für das "Pukkelpop" bedeutet. In Errinnerung an die Opfer des Unglücks hielt man zwei Wochen vor Beginn des "Pukkelpop 2012" einen Gedenkgottesdienst.
Auch die diesjährige Ausgabe des Rockfestivals stand im Zeichen extremer Wetterbedingungen. Die europaweite Hitzewelle an diesem Wochenende bekamen auch die Besucher des "Pukkelpop 2012" zu spüren. Von einem friedlichen und heiteren Ausgang des Festivals ließen sich die durchschnittlich 63.000 Besucher, die laut "Pollstar" pro Tag gezählt wurden, jedoch nicht abhalten. Der Veranstalter begegnete den enormen Temperaturen mit verschiedenen Maßnahmen: an mehreren Ständen wurde Sonnencreme verkauft und die Preise für Trinkwasser um ein vielfaches gesenkt. Auch stellte man an mehreren Stellen kostenlose Wasserspender auf. Mit 211 Acts, zu denen auch Social Distortion, Lykke Li und Refused gehörten, ging die Programmstärkste Ausgabe des "Pukkelpop"-Festivals am 19. August zu Ende.
Auch wenn das "Pukkelpop" von Wetterkatastrophen wie im letzten Jahr verschont geblieben war, so traf es dieses Jahr unter anderem das deutsche Metal-Openair "With Full Force" und das Schweizer "Frauenfeld Open Air". Beide haben Todesfälle und mehrere Schwerverletzte zu beklagen.Wie die deutschen Festival-Veranstalter sich auf schlechtes Wetter vorbereiten, ist in diesem Feature zu lesen.