08.09.2012
Messen/Events
Berlin - Die Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft war am 6. September Gastgeberin der internationalen European Creative Industries Conference. Die Konferenz widmete sich den Folgen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Kreativwirtschaft. Die Veranstaltung im Rahmen der Berlin Music Week 2012 lockte 200 Teilnehmer aus 20 Ländern.
Die European Creative Industries Conference holte erfahrene Unternehmer der Kreativwirtschaft auf das Panel, die abseits der üblichen Unternehmenspräsentationen über ihre Erfahrungen berichteten. Darunter waren Martin Hoffmann, der Intendant der Berliner Philharmoniker, Johannes Sevket Gözalan, European Games Group München, Louis Spillmann von Spillmann Cosulting Köln sowie Harm van Maanen, Executive Vice President Springer Medizin. Das Diskussionsthema der Veranstaltung lautete: "A brave new world of digital transformation, cross innovation and clusters?"
Leitlinie der Diskussion war ein Satz aus der Keynote von Tim Renner, der seine Firma Motor Entertainment vertrat: "Nichts ist umsonst im Internet." Aus dieser Äußerung heraus entstand ein Einvernehmen darüber, dass das Regelwerk in der gesamten Wertschöpfungskette aller Kreativbranchen den neuen Anforderungen angepasst werden muss.
Besonderes Gewicht legten die Teilnehmer der Konferenz auf das Ergebnis, dass das Urheberrecht im Zeitalter der Digitalisierung einer Überarbeitung bedürfe. Es sei dabei aber unbedingt im Kern zu schützen.
Die Landesinitiative Projekt Zukunft wurde in Berlin im Rahmen des Strukturwandel zur Informations- und Wissensgesellschaft geschaffen. Es entwickelt Strategien für den Standort Berlin und initiiert innovative Projekte für Wirtschaft und Gesellschaft, welche sie in Public-Private-Partnership umsetzt.
Die dritte Berlin Music Week wurde am vergangenen Mittwoch, 5. September, eröffnet. Die Veranstaltung befasst sich umfassend mit den aktuellen Entwicklungen der Musikbranche. So stehen neben dem Dauerbrenner Urheberrecht im Spannungsfeld der Digitalisierung etwa Themen wie Streaming und die Zukunft des Musikvideos im Fokus.