04.12.2011  Recorded Music  Digital+Mobil

Pandora kommt vorerst nicht nach Deutschland

 

New York – Das Internet-Radio Pandora kommt auch in Zukunft nicht nach Deutschland. Pandora-CEO Joe Kennedy kann nicht einmal garantieren, dass Pandora in den USA auf Dauer durchhält.

Im Rahmen der "Business Insider Ignition Conference" am 30. November in New York erklärte Kennedy, dass er sich natürlich wünsche, irgendwann einmal eine Milliarde Pandora-User zu verzeichnen. Dies werde jedoch weder "morgen noch in fünf Jahren" der Fall sein. Der Grund: Die unterschiedliche Urheberrechtssituation in den verschiedenen Ländern. Da die Gesetzgebung in Sachen Urheberrecht von Land zu Land unterschiedlich ist, brauche Pandora eine Menge Geduld. Erst müsse sich die Urheberrechtsstruktur zu Gunsten Pandoras ändern.

Auch zur Urheberrechtssituation in den USA hatte der Pandora-Chef nichts wirklich Positives zu melden, so das Branchenmagazin "Business Insider". Der Umsatz, den Pandora mache, gehe sofort für Lizenzgebühren drauf. Diese Gebühren würden Pandoras Profitabilität gefährden. 2015 gebe es ein Schiedsverfahren zum Thema Lizenzgebühren. Bei positivem Ausgang der Verhandlungen werde Pandora in den USA weiterhin am Start bleiben. Garantieren könne er dies allerdings nicht. Dabei hatte Pandora erst kürzlich vermeldet, sich endlich auszuzahlen.

Joe Kennedy verlor auch ein paar Worte zum Thema Spotify: Der schwedische Musikdienst sei keine Konkurrenz für Pandora. Pandora habe keine veränderten Wachstumsraten feststellen können, seit Spotify im Juli 2011 in den USA den Betrieb aufgenommen hat. Schon damals glaubten Insider nicht daran, dass sich Spotify und Pandora zu direkten Konkurrenten entwickeln würden – die Angebote seien dafür viel zu unterschiedlich.

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