17.02.2016  Recorded Music  Österreich

Österreichischer Musikmarkt 2015: Anteil heimischer Alben höher denn je

 

Wien - 2015 war ein sehr erfolgreiches Jahr für österreichische Interpreten: Insgesamt 34 Alben platzierten sich in den Top 100 der offiziellen österreichischen Charts. Damit hat sich der Anteil heimischer Albumproduktionen gegenüber 2014 um 40 Prozent erhöht.

Seit Bestehen der Verkaufscharts 1989 schafften noch nie so viele österreichische Alben den Sprung unter die Top 100. Zwölf österreichischen Alben gelang sogar der Sprung auf Platz eins, darunter Wanda, Bilderbuch, Conchita, Parov Stelar und Andreas Gabalier. Aktuell führen Seiler und Speer die Hitliste an.

Insgesamt wurden 2015 143,3 Millionen Euro am österreichischen Musikmarkt erwirtschaftet, das bedeutet ein leichtes Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2014. Die Umsätze mit Streaming-Abos legten dagegen um 26 Prozent auf 11,2 Millionen Euro zu. Und die Vinyl-Verkäufe stiegen mit einem Umsatzplus von 30 Prozent auf 5,2 Millionen Euro.

Stabilität trotz schwindenden Umsatzes

Trotz leicht rückläufiger Verkäufe bleiben physische Tonträger mit 80,6 Millionen Euro Umsatz (-4,4 Prozent) weiterhin das Zugpferd. Die CD ist weiterhin das beliebteste Medium mit 68,5 Millionen Euro Umsatz (-6,8 Prozent).

Die Lizenzeinnahmen über die Verwertungsgesellschaft LSG erreichten stabile 23,3 Millionen Euro. Weitere rund acht Millionen Euro steuern die Umsätze mit Merchandising-Produkten sowie die Lizenzierung von Musik für Filme, Werbung etc. (Synchrechte) zum Gesamtumsatz bei.

Stimmen

Hannes Eder, Präsident des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft: "2015 war ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr für Musik aus Österreich: nie dagewesene Dichte erfolgreicher Alben, gleich mehrere heimische Acts erstmals auf den vordersten Plätzen der Charts und obendrein einen wahren Österreich-Hype im gesamten deutschsprachigen Raum ausgelöst. Gute Voraussetzungen also für junge Bands und den gesamten Musikmarkt."

Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft: "Die Verkaufserfolge österreichischer Künstler, die deutlichen Zuwächse bei Streaming-Abos und ein relativ stabiler physischer Markt stimmen optimistisch – der Turnaround am österreichischen Musikmarkt ist nahe!"

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