05.01.2012  Recorded Music  Wirtschaft

Jahrescharts 2011: Adele, Adele und nochmals Adele

 

Baden-Baden/München – Es war das Jahr von Adele . Mit ihrem zweiten Studioalbum "21" eroberte die Britin die Spitzenpositionen der weltweiten Charts. Dasselbe gilt für ihre Hit-Singles "Rolling In The Deep" und "Someone Like You". Kein Wunder, dass auch ihr Label XL Beggars in der Album-Auswertung ganz oben landet – mit einem Firmenanteil von 5,86 Prozent.

Adele "Rolling In The Deep": Auf tape.tv gibt's übrigens noch mehr Videos von Adele .



Auch für Indigo, das XL Beggars in Deutschland vertreibt, ist in der Jahresauswertung der Alben Rang fünf drin (Marktanteil: 5,81) – direkt hinter den vier Majors also, die erwartungsgemäß folgendermaßen rangieren: Universal Music (32,91 Prozent), dann Sony Music (22,01 Prozent), gefolgt von Warner Music (16,63 Prozent) und schließlich EMI Music (14,48 Prozent). Die Reihenfolge der Top 4 ändern sich bei den Anteilen an den Single-Charts übrigens nicht. Die Marktanteile betragen hier 45,66 Prozent für Universal, 19,83 für Sony, 12,79 für Warner sowie 12,32 für EMI.

Universal Music konnte im vergangenen Jahr vor allem auf Unheilig und Rosenstolz zählen, die mit "Große Freiheit" respektive "Wir sind am Leben" in den Album-Jahrescharts die Plätze fünf und sechs belegen. Auf den Positionen 16 bis 20 folgen dann Rammstein ("Made In Germany 1995 - 2011"), Lady Gaga ("Born This Way"), Caro Emerald ("Deleted Scenes From The Cutting Room Floor"), Pietro Lombardi ("Jackpot") und Lena ("Good News"). Von Universal kommt auch die erfolgreichste Single des vergangenen Jahres: "On The Floor" von Jennifer Lopez feat. Pitbull.

Jennifer Lopez feat. Pitbull "on The Floor: Mehr Videos gibt's auf tape.tv .



Platz zwei in den Single-Charts geht an "Mr. Saxobeat" von Alexandra Stan, die bei Sony Music unter Vertrag steht. Der Major verhalf im vergangenen Jahr zudem Zaz mit ihrem selbstbetitelten Debüt zum Durchbruch. Die französische Chanson-Sängerin landet folgerichtig auf Platz sieben der Album-Jahrescharts. Neben Charts-Garantin Andrea Berg , die mit den Dieter-Bohlen-Produktionen "Abenteuer" und "Schwerelos" auf den Rängen elf und 15 notiert, dürfte man bei Sony vor allem auf Tim Bendzko stolz sein. Der Sänger und Songschreiber startete 2011 durch und platziert sein Debütalbum „Wenn Worte meine Sprache wären" in den Jahrescharts auf Rang 14. Die gleichnamige Single notiert auf Position 83, für "Nur noch kurz die Welt retten" ist sogar Rang zehn drin. Tim Bendzko und Alexandra Stan sorgten mit dafür, dass Columbia Deutschland einen Firmenanteil von 7,63 Prozent an den Single-Charts erzielen konnte: Platz drei für das Sony-Music-Label.

Warner Music konnte sich im vergangenen Jahr auf nationaler Ebene voll auf Udo Lindenberg verlassen. Die Deutschrock-Legende holt im Album-Jahresvergleich Silber und beschert Starwatch einen Marktanteil von 4,71 Prozent und Platz vier im Label-Vergleich. Internationale Zugpferde waren Michael Bublé , der mit "Christmas" auf Rang acht notiert, sowie Bruno Mars , der mit insgesamt fünf Singles in der Jahresauswertung vertreten ist und das dazugehörige Album "Doo-Wops & Hooligans" auf der Vier platziert. Für das Warner-Label Atlantic bedeutet dies Rang vier in der Single-Auswertung mit einem Marktanteil von 5,71 Prozent.

Alexandra Stan "Mr. Saxobeat: Mehr Videos von Alexandra Stan gibt's auf tape.tv.



EMI Music schickte Herbert Grönemeyer ins Rennen, der mit "Schiffsverkehr" auf Platz drei landet. EMI Music konnte auch auf Helene Fischer zählen, die mit ihrem "Best Of" auf der Neun sowie mit "Für einen Tag" auf Rang zehn notiert. Außerdem sorgte vor allem David Guetta mit seinem Hit-Single-Marathon dafür, dass Capitol mit einem Marktanteil von 9,6 Prozent auf Platz eins bei den Single-Charts kletterte.

Bei den Independent-Vertrieben konnten die meisten im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Auf den bereits erwähnten Fünftplatzierten, Indigo, folgen bei den Alben GoodToGo (Marktanteil: 2,82 Prozent), die mit Kool Savas in 2011 ein Nummer-eins-Album verzeichnen konnten, Edel (1,34 Prozent), Tonpool Medien (1,12 Prozent), Soulfood (1,05 Prozent) und Beggars New Media (0,72 Prozent).

Bei den Single-Charts ist der erste Indie-Vertrieb nach den Majors mit 4,33 Prozent Marktanteil Kontor New Media . Das Hamburger Unternehmen hatte 2011 einige Dance-Hits in den Charts. Es folgen Adeles Single-Vertrieb Beggars New Media (3,75 Prozent), Finetunes (0,42 Prozent), Edel (0,25 Prozent), Indigo (0,21 Prozent), GoodToGo (0,2 Prozent) und Intergroove (0,1 Prozent).

Die vollständigen Jahrescharts gibt es im nächsten "Musikmarkt". Erscheinungstag ist der 13. Januar oder heute bereits online im Chartsportal .

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