10.04.2012
Digital+Mobil
New York – Im Fall Megaupload hat die US-Regierung Daten der US-Server von Megaupload sowie hunderte Millionen US-Dollar an Geldern und Vermögenswerten beschlagnahmt. Um sich angemessen auf den bevorstehenden Prozess vorzubereiten, den die US-Regierung gegen Megaupload-Gründer Kim Dotcom und weitere Mitarbeiter des ehemaligen Filehosters führen will, verlangt Megaupload nun die Herausgabe der Daten und des Geldes.
Ohne das Geld sei es Megaupload nicht möglich, einen Gerichtsprozess angemessen führen zu können, heißt es seitens Megaupload. Erst vergangenen Woche hatte Megaupload den Staranwalt Andrew Schapiro engagiert. Schapiro darf aus der Vereinbarung aussteigen, sollte Megaupload das beschlagnahmte Geld nicht zurückbekommen, heißt es.
In seinem ersten Video-Interview nach seiner Freilassung aus einem Gefängnis in Neuseeland sagte Megaupload-Gründer Kim Dotcom, seine Anwälte würden zunächst umsonst für ihn arbeiten. Auch Dotcoms Privatvermögen wurde nach seiner Festnahme am 19. Januar zunächst eingefroren. Die zuständige Richterin Judith Potter entschied allerdings knapp einen Monat später, der gegen Kim Dotcom erlassenen einstweiligen Verfügung fehlte die rechtliche Grundlage.
Bereits im Januar hatte Megaupload einen Staranwalt verloren. Robert Bennett zog sich aus dem Fall zurück, nachdem er Anfangs verlautbart hatte, Megaupload vehement verteidigen zu wollen.