11.07.2012
International
London – Der Termin für die Gerichtsverhandlung im Fall Megaupload wurde auf März 2013 verschoben – aufgrund einer Reihe rechtlicher Komplikationen, wie es heißt. Ursprünglich sollte am 20. August über die Auslieferung von Megaupload-Gründer Kim Dotcom und seiner Kollegen in die USA verhandelt werden.
Dass sich der Fall Megaupload in die Länge ziehen würde, zeichnete sich bereit seit Längerem ab: Nicht nur, dass eine Richterin am Obersten Gericht in Neuseeland entschied, die Durchsuchung von Kim Dotcoms Anwesen sowie die Beschlagnahmung der Daten von Dotcoms Computern seien unrechtmäßig gewesen. Der gesamte Fall Megaupload drohte bereits viel früher zu platzen, weil die Behörden bei der Verhaftung von Kim Dotcom im Januar einige gravierende Formfehler begangen hatten.
Nun wurde der Gerichtsprozess um Megaupload-Gründer Kim Dotcom und seine ehemaligen Megaupload-Mitarbeiter Mathias Ortmann, Finn Batato und Bram van der Kolk auf März 2013 verschoben. Die US-Behörden werfen ihnen vor, mit Megaupload Geldwäsche, Betrug und Urheberrechtsverletzungen im großen Stil betrieben zu haben. Kim Dotcom betont indes, mit Megaupload keine Gesetze gebrochen zu haben.