23.10.2012
Digital+Mobil
Wellington – Kim „Dotcom“ Schmitz plant nach der Schließung von Megaupload einen neuen Filesharing-Dienst namens Mega. Noch in diesem Jahr soll Mega online gehen, wie der deutsche Internetmillionär Kim „Dotcom“ Schmitz auf Twitter ankündigt. Nachdem das FBI seinen Filehoster Megaupload sperrte und sämtliche Server beschlagnahmte, will Kim Schmitz nun eine Alternative schaffen, die nicht vom FBI angreifbar ist.
Die Idee: Sämtliche Dateien sollen bei Mega bereits vor dem Hochladen per Advanced Encryption Standard (AES) verschlüsselt und erst nach dem Herunterladen wieder entschlüsselt werden. Somit sieht sich Kim Schmitz mit Mega nicht in der Verantwortung, da er so nicht wissen könne, ob es sich um urheberrechtlich geschütztes Material handle.
Kim Schmitz lebt in Neuseeland, auf Antrag der USA wird wegen Urheberrechtsverletzungen gegen ihn ermittelt. Im März 2013 wird darüber entschieden, ob er an die USA ausgeliefert wird. Gegen eine Kaution ist er derzeit auf freiem Fuß und nutzt die Zeit für die Entwicklung von Mega. In Tweets erklärte Kim Schmitz, dass der Code für Mega zu 90 Prozent fertig sei und die Server, Anwälte, Partner und Investoren bereits feststünden. Schmitz plant außerdem einen Musikdienst namens Megabox. Dort könne man in Zukunft Musik kostenlos herunterladen, wenn im Gegenzug Werbung akzeptiert wird. 90 Prozent der Einnahmen aus Megabox will Schmitz an den Künstler weitergeben.