03.08.2010  Live Entertainment  Spielstätten

Marek Lieberberg verteidigt Zitadelle gegen Kritik

 

Berlin/Frankfurt – In der Debatte um die Sicherheit in der Zitadelle Spandau bekommen die Betreiber Unterstützung von Marek Lieberberg. Der Frankfurter Veranstalter weist in einem offenen Brief an Wolfgang Köllen dessen Kritik in der "Berliner Morgenpost" zurück. Der Geschäftsführer der konkurrierenden Kindl-Bühne Wuhlheide hatte gegenüber der Zeitung die angeblich unzureichenden Fluchtwege in der Zitadelle beklagt.

"Ich frage mich wirklich, was dich außer einer Profilneurose oder einem falsch verstandenen Wettbewerbsgedanken zu deiner obsoleten, durchschaubaren Kritik an vermeintlichen Sicherheitsmängeln der Zitadelle veranlasst hat", wendet sich Marek Lieberberg direkt an Wolfgang Köllen. "Mit dieser fragwürdigen Denunziation einer Spielstätte entfachst du eine Phantomdiskussion, die sich wahrlich nicht auf Duisburg beziehen kann, zumal es in der Vergangenheit keinen einzigen Zwischenfall bei den zahlreichen Konzerten in der Zitadelle gegeben hat."

Deutschlands führender Konzertveranstalter schreibt weiter: "Wir sollten uns davor hüten, eine Lawine der Hysterie loszutreten, die Vernunft und Maß gänzlich hinwegfegt. Bei den professionellen Veranstaltern dieses Landes steht die Unversehrtheit der Besucher zweifelsfrei im Zentrum aller Bemühungen. Die notwendigen Maßnahmen sind in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden. Aber die Sicherheit hat ihren Preis!"

Der Vergleich zur "Loveparade" sei schon deshalb unzulässig, weil es sich hier um ein Ereignis mit unbeschränkter Kapazität im öffentlichen Raum gehandelt habe, bei der die Stadtverwaltung und ein Gelegenheitsorganisator eine unheilige Allianz der Fahrlässigkeit eingegangen seien. Es könne jetzt nicht darum gehen, bewährte Spielstätten zu diskriminieren oder bestehende Veranstaltungsstättenverordnungen beziehungsweise Auflagen zu verschärfen. "Im Gegenteil: Auf deren in Duisburg außer Kraft gesetzte Anwendung kommt es an! Demgegenüber sind beispielsweise Public Viewings, Volksfeste und Massenumzüge im Fokus", so Lieberberg.

"Als verantwortungsvolle Promoter haben wir jetzt die Verpflichtung, uns differenziert zu äußern, kein Öl ins Feuer zu gießen und auf populistische Polemik zu verzichten", schließt er seinen Brief an Wolfgang Köllen.

0 Leser fanden diesen Beitrag lesenswert

0 Leser fanden diesen Beitrag weniger lesenswert

Vielen Dank für Ihre Meinung.

Sie haben schon an der Berwertung teilgenommen.

Sie haben ihre Meinung geändert.


 
 
 

Weitere News

 
 

19.06.13 |

Recorded Music

Szene

Cro eroberte mit seiner neuen EP "Whatever" kurzzeitig die Spitze der deutschen iTunes Charts - allein aufgrund von Vorbestellungen.

 

18.06.13 |

Recorded Music

Wirtschaft

Georg Oeller, Vorstandsmitglied der GEMA, wurde zum Präsidenten des Dachverbands für Verwertungsgesellschaften BIEM (Bureau International des Sociétés gérant les Droits d’Enregistrement et de Reproduktion Mécanique) ernannt. Zudem übernimmt Karl-Heinz Klempnow den Posten des Vizepräsidenten der Generalversammlung des BIEM.

 

18.06.13 |

Live Entertainment

Wirtschaft

Einen erfolgreichen Start in den Festivalsommer bilanziert FKP Scorpio nach vier Open-Air-Veranstaltungen in vier europäischen Ländern.

 

18.06.13 |

Recorded Music

Messen/Events

Die Macher der Berlin Music Week sehen sich in ihrem Anspruch, ein international relevantes Event zu veranstalten, auf dem allerbesten Weg