21.01.2016  Recorded Music  Digital+Mobil

MUSO-Studie: Musik-Piraterie stieg in H2/2015 um 16,5 Prozent

 

London – Obwohl sich legale Streaming-Angebote stark wachsender Beliebtheit erfreuen, ist die Online-Piraterie weiterhin ein großes Problem. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2015 wuchs die Menge illegal heruntergeladener Musikdateien in den vergangenen sechs Monaten weltweit um 16,5 Prozent.

Dies belegt die Studie "2015 Global Music Piracy Insights" des Datenschutz- und Marktanalyse-Unternehmens MUSO, die dem Newsportal musicbusinessworldwide.com zur Verfügung gestellt wurde.

MUSO hatte hierfür die Aktivitäten von 576 Seiten beobachtet, die "sich komplett der Musikpiraterie verschrieben haben oder eine signifikante Menge an Musikdateien beherbergen". Insgesamt stellte das Unternehmen dabei weltweit über zwei Milliarden Besuche auf besagten Seiten fest.

Interessanterweise war der Bereich Musik besonders schwer betroffen: Im Bezug auf die Gesamtheit aller Medien ging der Daten-Traffic auf Piraterie-Torrent-Seiten nämlich im Laufe des Jahres um 20 Prozent zurück. Dies belegt MUSO anhand von 840 verschiedenen Torrent-Seiten und Alias-Proxies, die insgesamt von über zehn Milliarden Nutzern aufgerufen wurden.

Die Nachfrage nach illegalen Musik-Streaming-Angeboten (wie beispielsweise das inzwischen eingestellte Aurous) habe sich im Laufe des Jahres kaum verändert. Am häufigsten wurden diese von Nutzern aus Russland aufgerufen.

Hinsichtlich der Torrent-Seiten, die verschiedene Medien anbieten, lokalisierte MUSO die meisten Aufrufer in den USA – 213 Millionen Visits, was rund zehn Prozent der Gesamtmenge entspricht. Bei illegalen Musik-Downloads im Speziellen belegen die USA Platz drei, gefolgt von Deutschland auf der Vier.

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