24.01.2011  Recorded Music  Messen/Events

MIDEM – Sonys Streaming-Abo Qriocity startet in Deutschland

 

Cannes – Sonys cloud-basierter Musik-Streaming-Dienst "Music Unlimited powered by Qriocity" ist nach seinem Launch in Großbritannien nun auch in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien gestartet. Aus diesem Anlass präsentierte Tim Schaaf, Präsident von Sony Network Entertainment, am ersten Messetag den Service gemeinsam mit führenden Vertretern von EMI, Universal Music, Warner Music und Sony Music Entertainment.

Ab 3,99 Euro im Monat können Sonys internetfähiger BRAVIA-Fernseher, Blu-ray-Player, Heimkino-Systeme sowie PlayStation 3 und Notebooks auf über sechs Millionen Songs von Major- und Independent-Labels zugreifen. In einem Premium-Angebot für 9,99 Euro monatlich haben Nutzer außerdem die Möglichkeit, Songs direkt zu suchen, Favoriten und Playlisten zusammenzustellen. Bereits auf dem heimischen PC bestehende Musikarchive lassen sich als Playlisten in ein "Music-unlimited“-Account übertragen.

Voraussetzung dafür ist, dass die in einer Musikdatei enthaltenen Metadaten mit denen von Gracenote übereinstimmen. Ob die Musik legal oder illegal erworben wurde, spielt keine Rolle. Auf diese Weise würden Musikpiraten zu zahlenden Musikkonsumenten, so Thomas Hesse, President Global Digital Business bei Sony Music Entertainment, sinngemäß. Sony wolle in den nächsten Jahren mehr als 350 Millionen Endgeräte verkaufen. Der Service soll später von anderen Herstellern integriert werden können.

Geplant ist auch, "Music Unlimited“ noch in diesem Jahr für MP3-Player und Mobiltelefone mit Android-Betriebssystemen zu öffnen und eine Offline-Nutzung der Songs zu ermöglichen. Realisiert wird der Streaming-Dienst mit der britischen Firma Omnifone, die bereits für HP, Ericsson und Vodafone cloud-basierte Musikdienste entwickelt hat.

Zeitgleich zur Pressekonferenz meldet die GEMA, mit Omnifone "einen richtungweisenden Lizenzvertrag“ für den Start des Abo-Dienstes in Deutschland geschlossen zu haben. "Die Vertragsunterzeichnung zeigt, dass es sehr wohl möglich ist, Lizenzverträge mit der GEMA für innovative Geschäftsmodelle im Online-Bereich abzuschließen", betont dazu Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA.

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