28.06.2012
International
Los Angeles - Wie Live Nation Entertainment in einem offiziellen Statement verkündete, habe der US-Veranstalter-Riese den langjährigen Rechtsstreit mit Ex-CEO Michael Cohl nun beendet. Seit 2010 wurden sowohl von Live Nation als auch vom heuteigen S2BN-Entertainment-Geschäftsführer und Produzenten des Broadway-Musicals "Spiderman – Turn Off The Dark" zahlreiche Klagen eingereicht. Streitpunkt waren Akquise-Versuche einer möglichen Rolling-Stones-Tournee.
Zu einer Klage kam es, da Cohl Live Nation vorgeworfen hattet, seine Versuche, eine Rolling-Stones-Tour auf die Beine zu stellen, zu untergraben. Damit hätte Live Nation eine Wettbewerbsvereinbarung verletzt, die bei Cohls Austritt aus dem Unternehmen unterzeichnet wurde. Diesem ist bereits eine Klage von Live Nation wegen der gleichen Vereinbarung vorausgegangen. Das Entertainment-Unternehmen behauptete, Cohl schulde Live Nation 5,35 Millionen US-Dollar. In dem Vertrag von 2008 hieß es nämlich, Cohl dürfe für einen bestimmten Zeitraum nur Tourneen von Künstlern veranstalten, zu denen er langjährige Geschäftsbeziehungen pflegt, so wie den Rolling Stones, Barbra Streisand, Pink Floyd und Genesis. Zudem müsse er innerhalb von zwei Jahren neun Millionen US-Dollar an Live Nation auszahlen – davon stünden noch 5,35 Millionen aus.
Aktuell erklärte Arthur Fogel, Präsident Global Music und CEO Global Touring Live Nation Entertainment: "Wir hatten eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit Michael Cohl. Wir sind froh, dass wir unsere Differenzen klären konnten und nun wieder eine gemeinsame Zusammenarbeit beginnen können." Michael Cohl fügte dem hinzu: "Live Nation war über die Jahre hinweg ein sehr geschätzter Partner. Ich bin stolz darauf, dass wir die Vergangenheit ablegen konnten und nun vorwärts gehen."
Auf welche Art und Weise sich beide Parteien geeinigt haben, wurde bislang allerdings nicht bekannt gegeben. Live Nation Entertainment verkündete allerdings am gleichen Tag, das Unternehmen habe den führenden Veranstalter im Bereich elektronische Musik, Hard Events, übernommen. Dabei bleibt der bisherige Geschäftsführer und Firmengründer Gary Richards weiterhin in seiner Position, kooperiert aber direkt mit James Barton, Präsident Live Nation Electronic Music.
Michael Rapino, Präsident und CEO Live Nation: "Wir heißen Gary Richards und sein Team herzlich willkommen, und wir freuen uns, ihnen helfen zu können, dieses dynamische Genre weiterhin nach vorne zu bringen." Auch Gary Richards freue sich auf die Zusammenarbeit mit James Barton und die neuen Möglichkeiten, elektronische Musik auf ein globales Level zu bringen."
Hard Events wurde 2007 gegründet und veranstaltete unter anderem Shows von Justice, Skrillex, Boys Noize und Cdystal Castles sowie das "Hard Summer Music Festival" und das "Hard Haunted Mansion" in Los Angeles.