26.02.2010
International
Los Angeles - Live Nation und Ticketmaster Entertainment haben zum ersten Mal nach der im Januar vollzogenen Fusion eine gemeinsame Jahresbilanz vorgelegt. So setzte Live Nation Entertainment 2009 5,667 Milliarden US-Dollar (4,167 Milliarden Euro) um. 4,181 Milliarden US-Dollar (3,07 Milliarden Euro) davon entfallen auf Live Nation.
Allerdings hat der Veranstalter auch ein Minus von 52,4 Millionen US-Dollar (38,5 Millionen Euro) bei den Betriebseinkünften vorzuweisen, wohingegen Ticketmaster dort ein Plus von 96,1 Millionen US-Dollar (70,7 Millionen Euro) erreicht. Das gemeinsame bereinigte EBITDA liegt bei 444,4 Millionen US-Dollar (326,8 Millionen Euro).
"Unser Merger mit Ticketmaster erlaubt es uns, unsere Vision von einem Live-Musik-Unternehmen, das eine Full-Service-Verbindung zwischen Künstler und Fan anbietet, schneller umzusetzen", sagt Irving Azoff, Executive Chairman von Live Nation Entertainment.
Michael Rapino, Präsident und Chief Executive Officer von Live Nation Entertainment, ergänzt: "In den kommenden Monaten konzentrieren wir uns darauf, unsere Geschäftsprozesse zu kombinieren, die Produktivität zu steigern und unsere Produkte und Serviceleistungen weiterzuentwickeln. Wir wollen überflüssige Abläufe eliminieren und dieses Jahr mindestens 40 Millionen US-Dollar an Synergien freisetzen." Außerdem will Rapino die E-Commerce-Plattformen www.livenation.com und www.ticketmaster.com vergrößern und verbessern sowie Schulden abbauen und die finanzielle Position des Konzerns stärken.
Ob Live Nation Entertainment diese Vorgaben umsetzen kann bleibt abzuwarten, sind die Einnahmen von Live Nation doch im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent auf 854,3 Millionen US-Dollar (628,7 Millionen Euro) gesunken, während das bereinigte Betriebseinkommen um 82,8 Prozent auf 3,5 Millionen US-Dollar (2,57 Millionen Euro) fiel. Ticketmaster steigerte hingegen seine Einkünfte um 6,5 Prozent auf 408,8 Millionen US-Dollar (300,8 Millionen Euro) sowie sein angepasstes operatives Einkommen um 23,9 Prozent auf 72,7 Millionen US-Dollar (53,5 Millionen Euro).