27.10.2010  Recorded Music  Digital+Mobil

Limewire muss P2P-Dienste einstellen

 

London – Es wird als Sieg für die Musikindustrie gehandelt: Nach vier Jahren der rechtlichen Auseinandersetzung hat ein US-Gericht eine einstweilige Verfügung gegen Limewire erlassen. Das P2P-Unternehmen musste sämtliche Filesharing-Aktivitäten einstellen.

Über den Schadensersatz, den Limewire, angeführt von Besitzer Mark Gorton, Rechteinhabern schuldet, entscheidet das Gericht im Januar 2011.

Die RIAA äußerte sich in einem Statement zum Gerichtsurteil. Während des größten Teils des vergangenen Jahrzehnts hätte Limewire das Gesetz gebrochen. Das Urteil decke die "Maschinerie" auf, mit der sich Gorton und sein Unternehmen bereichert hätten.

Bereits im Mai und Juni hatte sich Limewire vor Gericht verteidigen müssen. Nun fiel ein erstes deutliches Urteil. Wie damals gab sich das Unternehmen kooperativ: Man freue sich darauf, notwendige Veränderungen zu ergreifen, um künftig mit der "gesamten Musikindustrie" zusammenzuarbeiten, so ein Sprecher von Limewire.

Inwiefern die "gesamte Musikindustrie" noch bereit ist, mit dem Unternehmen zu kollaborieren, sei laut "Billboard" fraglich. Allerdings stünden Limewires Pläne für einen legalen Musikdienst denen der Konkurrenz in nichts nach, so das Branchenmagazin weiter. Mit solchen Unternehmen zusammenzuarbeiten sei für Labels und Vertriebe eine "Gelegenheit".

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