11.09.2012  Recorded Music  Szene

Lieberberg vs. GEMA: Lieberberg und Evers im offenen Schlagabtausch

 

München - Es geht Schlag auf Schlag: Auf Jörg Evers (GEMA-Aufsichtsrat) Entgegnung zu Marek Lieberbergs Kritik im Tarifkonflikt, antwortet Lieberberg: "Ihre dünnhäutige Polemik zeigt, dass ich ganz offensichtlich mit meiner Kritik an der GEMA mitten ins Ziel getroffen habe."

Am gestrigen Montag, 10. September, wandte sich Evers in einem offenen Brief an Lieberberg und bezeichnete das Interview, das Lieberberg mit dem Hamburger Stadtmagazin "Oxmox" geführt hatte, als "unsubstantiierten, verleumderischen Angriff auf die GEMA". Der Konzertveranstalter hat die GEMA im Streit um die neuen Tarife für Veranstalter "Big Brother, der das Musikgeschäft aussaugt und die Branche nach Gutsherrenart schikaniert" genannt.

Hier die Antwort von Marek Lieberberg an Jörg Evers:

Lieber Herr Evers,

Ihre dünnhäutige Polemik zeigt, dass ich ganz offensichtlich mit meiner Kritik an der GEMA mitten ins Ziel getroffen habe. Es gibt zu denken, wenn Sie sich selbst in die Nähe einer kriminellen Vereinigung gerückt sehen. Ich will mich gerne um einen Kontakt zu Nobelpreisträger Stephen Hawking bemühen, damit er Ihnen seine Physik der schwarzen Löcher näherbringt!

Die in der Süddeutschen Zeitung jüngst beschriebene Blockwartmentalität bei der Hetzjagd auf kleine Geschäftsinhaber zeigt, was Sie wirklich unter demokratischen Prinzipien verstehen. Und was die Öffentlichkeit von Ihrem Demokratieverständnis hält, wird durch die massiven Demonstrationen der jüngsten Zeit ebenso deutlich wie durch das negative Votum des Hessischen Landtages zu den neuen GEMA-Tarifen.

Auf Ihre Schmonzette mit dem Plantagenbesitzer passt ein Zitat von Groucho Marx, das ich Ihnen zum Abschluss dieses Schriftwechsels widmen möchte:

„Er sieht vielleicht aus wie ein Idiot und redet wie ein Idiot, aber lassen Sie sich nicht täuschen. Er ist wirklich ein Idiot!“

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Marek Lieberberg

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