28.09.2012
International
München - Das Managment von Justin Bieber wird verdächtigt, Tickets für eine Show des Teen-Stars in Nashville nicht in den öffentlichen Vorverkauf gegeben zu haben, sondern selbst über Wiederverkaufsplattformen zu überhöten Preisen anzubieten. Der Reporter eines US-TV-Senders bekam kürzlich Einsicht in Dokumente, die dies offensichtlich belegen, berichtet u.a. "Pollstar".
Die Dokumente zeigten zudem, dass nur ein geringer Teil der Justin-Bieber-Tickets für das Konzert in Nashville in den öffentlichen Vorverkauf ging. Laut dem TV-Sender "Newschannel 5" konnten nur sieben Prozent der insgesamt 14.000 Justin-Bieber-Tickets für das Konzert am 18. Januar in Nashville über Ticketmaster gekauft werden. Demnach gingen 6000 Justin-Bieber-Tickets exklusiv über einen Pre-Sale an American-Express-Kunden, weitere 3000 wurden für den Fanclub von Justin Bieber reserviert. Außerdem stellte Ticketmaster 500 Stück in sein "Platinum Exchange"-Programm und weitere 900 Justin-Bieber-Tickets sind ausschließlich für VIP-Gäste erhältlich. Rund 3200 Tickets gingen u.a. an Justin Bieber selbst, sein Label, AEG und andere. Das Tourmanagement von Justin Bieber hat Tickets einer bestimmten Sizplatzreihe für sich reserviert. Genau aus dieser Reihe sind aber nun Justin-Bieber-Tickets auf der Ticketmaster eigenen Wiederverkaufsplattform Ticketnow aufgetaucht und werden zu einem Preis von 216 bis 246 US-Dollar angeboten.
Eine derart große Anzahl exklusiver Justin-Bieber-Tickets begünstige Schwarzmarkthändler, die die Eintrittskarten dann zu einem deutlich höheren Preis zum Wiederverkauf anbieten, erklärt Dean Budnick, Autor von "Ticket Masters: The Rise of the Concert Industry and How the Public Got Scalped" gegenüber "Newschannel 5". Außerdem spekuliert Budnick, dass eine Vielzahl an Künstlern auf solche Methoden zurückgreife, um ihren Gewinn zu maximieren. So sollen z.B. im September 2009 auch 11.720 der 13.330 Tickets von Taylor Swifts Konzert in der Bridgestone Arena vor Verkaufsstart reserviert worden sein.