29.02.2016  Recorded Music  Szene

Immer mehr YouTube-Stars wechseln ins TV

 

Berlin – Zunehmend sind YouTuber von Multi-Channel-Netzwerken enttäuscht und wechseln stattdessen ins Fernsehen, das vermehrt bei YouTube auf Talentsuche geht.

YouTuber unterschreiben ab einem gewissen Bekanntheitsgrad meist bei einem Multi-Channel-Netzwerk, das ihnen bei der Produktion, Vermarktung und Rechteverwaltung hilft und dafür einen Teil der Werbeeinnahmen bekommt. Doch immer lauter werden die Stimmen, die wie LeFloid und Simon Unge diese Netzwerke als wenig hilfreich und zu gewinnorientiert bezeichnen und versuchen, die Zusammenarbeit schnellstmöglich zu beenden.

Einige zieht es dann ins Fernsehen, beobachtet Wilfried Urbe auf taz.de. Das sei vor allem für jene interessant, die längere Formate ausprobieren wollen, die im YouTube-Algorithmus nicht funktionieren.

Der YouTuber Joseph Bolz beispielsweise ist beim Multi-Channel-Netzwerk Studio 71 unter Vertrag, einer Tocherfirma von ProSiebenSat.1, und arbeitet ebenfalls mit der TV-Produktionsfirma Warner ITVP zusammen. Dort kann er gemeinsam mit anderen YouTubern an Formaten experimentieren, die beispielsweise im ZDF Neo TV Lab ausprobiert werden können. Auch Bavaria und Endemol versuchen derzeit YouTuber für sich zu gewinnen.

Ein Trend, der zeigt, das den Fernsehmachern selbst nichts Neues mehr einfällt? Zumindest ist ihnen klar geworden, dass die jungen YouTube-Zuschauer nur mit ihren Stars wieder ans Fernsehen gebunden werden. Zu erleben war diese Zielgruppe der deutschen YouTube-Fans gerade bei der ersten „TubeCon“ in Oberhausen.

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