02.02.2016  Recorded Music  Digital+Mobil

IFPI: Studie über positiven Verkaufseffekt durch Piraterie fehlerhaft

 

London – Die IFPI kritisiert eine Studie der Queens' University als fehlerhaft, in der das illegale Verbreiten von geschützter Musik auf BitTorrent-Plattformen als umsatzsteigernd bezeichnet wird. Die Studie des Doktoranden sei nicht aussagekräftig, da die Daten zu alt und nicht für den Markt repräsentativ seien.

David Price, der Leiter der Forschungsgruppe Piraterie innerhalb der IFPI, kritisiert die Studie eines Doktoranden der Queens' University, in der ein positiver Verkaufseffekt durch das Verbreiten illegaler Raubkopien über BitTorrent-Server für teilweise verkaufsfördernd erklärt wird.

Jonathan Lee hatte den Verkauf von 2.251 Alben in den USA im Jahr 2008 untersucht und sie mit privatem Filesharing via BitTorrent verglichen. Er fand Hinweise dafür, dass vermehrtes illegales Tauschen der Musik teilweise positive Auswirkungen auf den digitalen Verkauf hat.

Diese Studie wies der Weltverband der Phonoindustrie IFPI nun als fehlerhaft zurück, da die Schlussfolgerungen nicht durch Beweise gestützt, die untersuchte Musik nicht repräsentativ für den ganzen Markt und die Daten überholt seien.

Ein Kiritikpunkt ist, dass nur der Tonträgerverkauf in den USA zu Rate gezogen wurde, die Filesharing-Daten jedoch länderunabhängig waren. Zudem sei die Zielgruppe dieser Filesharing-Art meist sehr musikaffin und daher nicht mit der breiten Masse der Musikkonsumenten gleichzusetzen. Auch, dass sich die Musikbranche seit 2008 massiv verändert hat und die Zahlen daher alles andere als repräsentativ für die heutige Musikindustrie ist, wurde moniert.

Zur Studie der Queens' University auf qed.econ.queensu.ca.

Zur Kritik der IFPI an der Studie auf www.ifpi.org.

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