16.01.2012  Recorded Music  Digital+Mobil

Grooveshark umgeht App-Verbot von Apple und Google

 

New York – Grooveshark lässt sich weder durch Apples und Googles App-Verbot, noch durch die Gerichtsprozesse der vier Majors gegen den umstrittenen Streaming-Dienst beirren. Jetzt hat Grooveshark eine HTML5-App veröffentlicht, die den Service zurück auf iPhone, Android und sämtliche Geräte, die einen HTML5-fähigen Browser besitzen, befördert. Apple und Google hatten die Grooveshark-App schon vor längerer Zeit aus ihren App-Stores verbannt.

Grooveshark befindet sich aktuell in Gerichtsprozessen mit Universal Music, Sony Music, Warner Music und EMI Music. Während Universal, Sony und Warner Grooveshark verklagen, weil der Streaming-Dienst illegale Musik nur unzureichend filtere, geht es im Streit mit EMI um nicht gezahlte Tantiemen. Beide Verfahren sowie das App-Verbot von Apple und Google zeigen, was die Musikindustrie von Grooveshark hält. Wie der Streaming-Dienst dem gegenüber steht? Die neue HTML5-App liefere laut "Billboard" eine eindeutige Antwort.

HTML5 ist der Standard für das multimediale Zeitalter. HTML5-Websites können Musik und Videos flüssig und optisch ansprechend darstellen, eine App wird dafür nicht länger benötigt. Früher mit HTML4 behalf man sich beispielsweise mit einem Zusatz-Plugin wie Flash, um Videos darzustellen. Apples iOS-Betriebssystem ist jedoch nicht mit Flash-kompatibel. Man benötigte also eine App, die die Inhalte der Website auch auf dem iPhone darstellen konnte. Dies hat sich mit HTML5 erübrigt. Mehr zum Thema in unserem Recorded-Music-Schwerpunkt in der "Musikmarkt"-Ausgabe 44/2011.

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