01.08.2012
Digital+Mobil
San Francisco – Angeblich gibt es Investoren, die ihr Interesse an Grooveshark bekundet haben. Grooveshark könnte eine Finanzspritze gut gebrauchen, um die laufenden Gerichtskosten zu decken. Dennoch scheint der Musikdienst nicht interessiert.
Laut einem Bericht von CNet sei Avi Faliks mit seiner Investment-Firma Spring Mountain Capital an Grooveshark interessiert. Faliks wolle Grooveshark zu einem legalen Service ausbauen und Suche dafür die Unterstützung der Majors. Gary Stiffelman, ein US-Staranwalt für die Entertainment-Industrie, soll zwischen Faliks, Grooveshark und den Majors vermitteln. Sollten die Labels kein Interesse zeigen, so wolle Faliks zumindest erwirken, dass sie ihre laufenden Gerichtsverfahren gegen Grooveshark einstellten.
Mit EMI Music habe Grooveshark sich ohnehin bereits einigen können, heißt es weiter. Der Recorded-Music-Arm von EMI Music hatte Grooveshark im April verklagt, weil der Musikdienst vereinbarten Zahlungen in Höhe von 450.000 US-Dollar nicht nachgekommen war. Scheinbar habe Grooveshark nun zumindest einen Teil bezahlt. Auch ein Gerichtsverfahren mit dem Musikverlag Yesh Music konnte Grooveshark laut CNet beilegen.
Hintergrund
Im November 2011 verklagte Universal Music Grooveshark wegen angeblichen Verstößen gegen das Urheberrecht. Warner Music und Sony Music stellten sich daraufhin auf die Seite von Universal Music. Im Januar 2012 kam EMI Music Publishing dazu.
Grooveshark erlaubt es seinen Usern, Songs miteinander zu teilen. Das Problem: Viele der Songs sind unlizenziert. Grooveshark stützt sich auf den Digital Millenium Copyright Act der USA und beteuert, Aufforderungen von Rechteinhabern, Songs zu entfernen, stets nachzukommen.
Grooveshark bald pleite?
Wegen der vielen Gerichtsverfahren ist immer wieder zu lesen, Grooveshark könne schon bald Pleite sein. MP3tunes erging es ja ähnlich. Umso verwunderlicher, dass Grooveshark und das Mutterunternehmen Escape Media laut CNet bislang kein Interesse an einem Investment durch Avi Faliks zeigten.