24.09.2010  Live Entertainment  Szene

"Green Music Dinner" gibt Impulse für den Klimaschutz

 

Hamburg - Einen Tag vor Beginn des "Reeperbahn Festivals" fand in Hamburg eine nicht alltägliche Abendgesellschaft zusammen. Rund 100 Gäste aus In- und Ausland zählte am 22. September das "Green Music Dinner" im Hotel Atlantic Kempinski. Das Menü setzte sich aus rein vegetarischen Gerichten zusammen, zwischen den Gängen gab es Vorträge zum Thema Klimawandel.

"Wenn wir den Wechsel zu einer klimafreundlichen Gesellschaft hinbekommen wollen, muss der Wechsel erst einmal in den Köpfen stattfinden. Technik haben wir genug", erklärte Gastgeber Jacob Bilabel im Gespräch mit "Musikmarkt LIVE!". Für den Gründer der Green Music Initiative kommt dem kulturellen Sektor dabei eine besondere Rolle zu. Wo sonst könne man so gut über Utopien sprechen wie hier.

Zu den Hamburger Gästen des "Green Music Dinner" zählten Vertreter aus Musik, Kunst, Theater, Wissenschaft, Politik, Umweltverbänden und Medien. Eine unkonventionelle Sitzordnung brachte die unterschiedlichen Bereiche schnell miteinander ins Gespräch. An dem Dinner nahmen mit Karsten Jahnke, Alexander Schulz und Detlef Schwarte unter anderem auch die Veranstalter des "Reeperbahn Festivals" teil.

Auf die besondere Verantwortung der Musikwirtschaft beim Thema Klimaschutz wies Klimaforscher Professor Dr. Fritz Reusswig hin: "Noch nie hat ein so dramatischer sozialer Wandel ohne kulturellen Wandel stattgefunden." Finja Goetz berichtete von ersten Erfolgen beim "Melt! Festival". Motiviert vom "Green Music Dinner" in Berlin hatten die Veranstalter unter anderem den Hotelzug zum Festivalgelände ins Leben gerufen. Für 2011 hat sich das "Melt!"-Team ein neues Ziel gesetzt: Das Open Air soll dann ausschließlich mit Solarenergie betrieben werden. Weitere Vortragende waren Linnéa Svensson vom "Oya Festival" in Norwegen, Catherine Langabeer von der britischen Umweltschutz-Initiative Julie's Bicycle und mit einem Grußwort John Whitehead vom British Council Germany.

Das erste "Green Music Dinner" in Deutschland fand im März beim Echo statt. "Wenn wir in Berlin fünf Projekte auf den Weg gebracht haben, wollen wir in Hamburg zehn haben", sagte Jacob Bilabel selbstbewusst. Erste Vorhaben nehmen bereits Gestalt an. Ein drittes Dinner soll es dann im nächsten Jahr wieder im Rahmen der Echo-Verleihung geben.

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