06.12.2010
Digital+Mobil
London – Google kommt der Musikindustrie entgegen: In einem Blog-Eintrag von Kent Walker, General Counsel bei Google, enthüllte der Internet-Gigant vier Anti-Piraterie-Maßnahmen, um illegales Filesharing zu bekämpfen.
Google versicherte zum einen, in Zukunft verlässlich und innerhalb von 24 Stunden auf Anfragen zu reagieren, Inhalte zu entfernen. Das Unternehmen will laut "Musik Week" Werkzeuge für Rechteinhaber bereitstellen, die das übermitteln solcher Takedown-Requests erleichtern sollen.
Gleichzeitig will Google auch Konter-Möglichkeiten für User verbessert werden, deren Inhalte zu Unrecht entfernt wurden. YouTube allerdings, das über ein eigenes Erkennungssystem für Inhalte verfügt, ist von dieser Ankündigung nicht betroffen.
Google entfernt außerdem populäre Piraterie-Begriffe aus der automatischen Vervollständigung im Suchfeld. Dieser Schritt dürfte der Musikindustrie besonders gefallen, die stets bemängelt hatte, die Auto-Complete-Funktion schlage P2P- und Torrent-Seiten auch dann vor, wenn User nur nach Künstlern suchten. Zudem will Google fragwürdige Seiten aus seinem Werbeprogramm AdSense ausschließen.
In einem vierten Schritt will Google authorisierte Inhalte in den Vordergrund stellen, indem legale Inhalte leichter gefunden werden können. Unter anderem sollen Vorschau-Versionen von Songs legaler Download-Seiten angezeigt werden, so wie das die Suche Google Music Onebox in den USA bereits praktiziert.