16.12.2010
Wirtschaft
London - Der Rechtsstreit zwischen Pink Floyd und ihrem Label EMI Music ist vorerst beendet. Ein Gericht schmetterte die Berufungsklage der Plattenfirma am 15. Dezember ab. Pink Floyd und EMI stritten über Uneinigkeiten im digitalen Einzelverkauf der Pink-Floyd-Songs und angeblich falscher Berechnung von Online-Tantiemen durch das Label. Das Gericht bestätigt Pink Floyd damit darin, die alleinige Kontrolle über ihre Online-Verkäufe zu haben.
Im März hatte die erste Anhörung stattgefunden. EMI Music hatte Songs von Pink Floyd digital einzeln angeboten, entgegen des Vertrags beider Parteien, der nach Angaben von Robert Howe, Anwalt von Pink Floyd, vorsehe, dass die Songs auf den Alben zusammengehören und in keiner anderen Kombination verkauft werden sollten.
EMI hielt dagegen, dass sich der Vertrag nur auf physische Tonträger beziehe und der Online-Verkauf von dieser Abmachung nicht betroffen sei. Zuletzt war es vor Gericht um angeblich nicht gezahlte Tantiemen in der Höhe von zehn Millionen Britische Pfund gegangen. Sie wären im Rahmen der Verkäufe in den Jahren 2002 und 2007 fällig geworden, schreibt die "Music Week".
Das Ende des Rechtsstreits kommt zu einer Zeit, in der bei EMI einiges nicht rund zu laufen scheint. Britische Medien melden, dass der Großinvestor Terra Firma möglicherweise noch vor Weihnachten aus dem EMI-Geschäft aussteigt. Die Investoren sind nach Medienberichten nicht mehr bereit, Geld in die Tochter zu pumpen. Die hochverschuldete Tonträgerfirma könnte dann an den Gläubiger Citigroup übergehen. Möglich ist auch ein stückweiser Verkauf des Unternehmens an neue Investoren.