11.07.2012
Wirtschaft
München – Die EU Kommission will die europäischen Verwertungsgesellschaften einem EU-Standard unterwerfen und so für mehr Transparenz und einer effektiveren Arbeitsweise innerhalb der Verwertungsgesellschaften sorgen. Nun hat die GEMA Stellung zu den Plänen der EU Kommission genommen.
"Wir freuen uns, dass die Kommission die Initiative für einen gemeinsamen Rechtsrahmen für die kollektive Rechtewahrnehmung in Europa ergriffen hat. Die GEMA wird das weitere Gesetzgebungsverfahren mit ihrem Sachverstand konstruktiv begleiten", so der Vorstandsvorsitzende der GEMA, Dr. Harald Heker.
Aus Sicht der GEMA sind "die Harmonisierung der unterschiedlichen Wahrnehmungsregeln sowie die Rechtssicherheit der Verwertungsgesellschaften für ihre Zusammenarbeit in Europa" die wichtigsten Punkte, die die EU Kommission in ihrer Richtlinie beachten sollte. Dies geht aus einem Statement der GEMA hervor.
Insgesamt gebe es laut EU Kommission 250 Verwertungsgesellschaften in der EU, die insgesamt etwa sechs Milliarden Euro Lizenzgebühren im Jahr einnehmen. Von diesen Verwertungsgesellschaften hätten viele Schwierigkeiten, im digitalen Zeitalter mit der Lizenzvergabe hinterherzukommen, vor allem was die pan-europäische Vergabe von Lizenzen betrifft. Gerade für die europaweite Lizenzierung will die EU Kommission Standards schaffen und Verwertungsgesellschaften so die Arbeit erleichtern.