08.10.2013  Recorded Music  Digital+Mobil

GEMA gewährt Vevo Newcomer-Bonus

 

München – Warum darf Vevo in Deutschland mit 75.000 Musikvideos starten, während auf YouTube viele Videos nicht zu sehen sind? Weil die GEMA dem Newcomer Vevo einen Sondertarif eingeräumt hat.

Wie netzwertig.com beschreibt, konnte Vevo hierzulande nur starten, weil die GEMA neuen Anbietern einen Einführungstarif gewährt. Der Tarif ist eine Pauschale, die zwischen 125.000 Euro für bis zu 200 Millionen Streams pro Jahr sowie 2,25 Millionen Euro für bis zu zwei Milliarden Streams pro Jahr liegt. Der eigentliche GEMA-Tarif für Streaming-Dienste mit hoher Interaktivität beträgt 0,375 Cent pro Stream.

Dies erklärt auch, weshalb YouTube 2007 scheinbar problemlos in Deutschland startete. Damals hieß es seitens der GEMA, dass man den Start des Videoportals in Deutschland begrüße – ein ähnlicher Wortlaut, mit dem sich die Verwertungsgesellschaft auch zum Start von Vevo geäußert hatte. Die eigentlichen Tarif-Verhandlungen mit YouTube zwei Jahre später scheiterten jedoch. Seitdem befinden sich GEMA und YouTube im Clinch. YouTube ist nicht bereit, die 0,375 Cent pro Stream zu zahlen, die GEMA will den Tarif nicht günstiger machen, um ihre Autoren zu schützen.

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