07.09.2012
Wirtschaft
Berlin - Ein erster Schritt in Richtung einer Einigung im Lizenzstreit zwischen der GEMA und YouTube wurde gestern im Rahmen der Berlin Music Week gemacht. In dem von Budde Music, der Lizenzagentur Bavaria Sonor und den Berliner Meisel Musikverlagen organisierten Digitalen Forum saßen sich in einer Podiumsdiskussion jetzt Georg Nolte, Rechtsexperte von Google Germany GmbH, und Rechtsanwalt Dr. Matthias Lausen, Rechtsvertreter der GEMA im Rechtstreit mit YouTube, gegenüber. Moderiert wurde die Debatte von Prof. Dr. Rolf Budde.
Nach einem ersten Schlagabtausch zur Frage, ob YouTube für die urheberrechtlich geschützten Inhalte auf ihrer Plattform lizenzpflichtig ist, oder aber als Host-Provider kein Lizenzschuldner ist, diskutierten beide Parteien folgende Möglichkeit einer Einigung : Zunächst wird von YouTube ein noch festzulegender Betrag als eine Art Vorschuss hinterlegt und mit den zehn Prozent der generierten Werbeeinnahmen verrechnet. Dies soll für ein Jahr geschehen, in dem die Werbeeinahmen offen gelegt werden und eine trackbezogene Abrechnung von Youtube geliefert wird. Danach entscheiden die Gremien der GEMA, ob diese Beträge eine angemessene Vergütung darstellen.
Im Gegenzug würde die GEMA auf die Forderung einer Mindestvergütung pro Klick verzichten. Dies wäre ein neues Element im bisherigen Verhandlungsmarathon. Allerdings: Bisher ist dies erst einmal nur Theorie, ob sich diese Einigung auch in die Praxis umsetzen lässt, bleibt abzuwarten. Souverän moderiert wurde die Debatte von Prof. Dr. Rolf Budde.