26.06.2013  Recorded Music  Szene

GEMA entwickelt neue Kommunikationsstrategie

 

Köln - GEMA-Pressesprecherin Ursula Goebel berichtete auf der C’n’B in Köln von einer neuen Kommunikationsstrategie der GEMA, mit der das Image der Verwertungsgesellschaft verbessert werden soll.

Auf einem Panel der C’n’B Convention in Köln berichtet Ursula Goebel, seit einem Jahr Leiterin der Direktion Marketing & Kommunikation, von einer neuen Kommunikationsstrategie der GEMA. Ein Grund für das Image-Problem der Verwertungsgesellschaft sei, dass sie sich von einem B2B-Thema zu einem B2C-Thema entwickelt habe, obgleich sie das nicht sei. Nun diskutierten Privatpersonen über die GEMA, die gar nicht wissen wie die Musikbranche funktioniere und nie mit der GEMA in Kontakt kommen würden.

Mit hohen Marketing-Budgets ausgestattete Verhandlungsgegner wie Google und DEHOGA tragen zur Meinungsmache bei. In einem Tweet werde beispielsweise behauptet, dass die GEMA Videos auf Musikvideos sperre und fürs Clubsterben verantwortlich sei. In 140 Zeichen das Gegenteil zu erklären mit einem Verweis aufs Urheberrechtswahrnehmungsgesetz (31 Zeichen), sei nicht zu schaffen. Das Meinungsbild ändern könnten aber die Urheber. „Sie sind die einzigen glaubwürdigen Vertreter für das, was wir tun“, so Goebel. Die logische Konsequenz: „Wir müssen die Urheber sprechen lassen!“ Das ist aber gar nicht so leicht. Für die vor einem Jahr gestartete Image-Kampagne „Musik ist uns was wert!“ konnte kein Künstler gefunden werden, der sich auf den Plakaten abbilden lässt. In die Konzeption der Kampagne war Goebel allerdinsg noch nicht eingebunden.

Den Urhebern den Rücken zu stärken – Goebel spricht von Empowerment –, ist Gegenstand der gerade von ihr fertiggestellten, langfristig angelegten Kommunikationsstrategie. Dabei ginge es erst einmal ganz darum, die Urheber über die Arbeit der GEMA zu informieren, damit sie in öffentlichen Diskussionen mithalten können. Wie wichtig ein solches Empowerment sei, habe die Reaktion auf Sven Regeners Wutrede gezeigt. Er sei danach erst einmal abgetaucht, weil er sich keinem Medium mehr stellen konnte. Wer heute für die GEMA Stellung beziehe, meint Goebel, dem könne es passieren, von der Netzgemeinde und Journalisten gnadenlos anfeindet zu werden. Den Demonstrationen gegen die GEMA kann sie auch etwas Positives abgewinnen: Es macht klar: „Wir haben ein unglaublich tolles Produkt!“

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