04.06.2012  Recorded Music  Wirtschaft

GEMA-Tarife für Veranstalter: GEMA lädt zum Runden Tisch

 

München – Die GEMA, der DEHOGA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter wollen im Rahmen eines öffentlichen Runden Tisches eine Lösung in Sachen neue GEMA-Tarife für den Veranstaltungsbereich finden.

Die GEMA hatte am 2. April die neue Tarifstruktur für den Veranstaltungsbereich vorgestellt. Die GEMA wollte damit eine wirtschafliche Ausgewogenheit zwischen kleinen und großen Veranstaltungen schaffen, die Tariflandschaft vereinfachen und seine Mitglieder angemessen vergüten. Laut GEMA sollten vor allem kleinere Veranstaltungen durch die neuen GEMA-Tarife entlastet werden.

Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) und Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V., kritisierte die neue Trafistruktur scharf. "Offensichtlich will die GEMA ihre Einnahmen auf Kosten der Musikveranstalter erheblich steigern", so Fischer. Auch der EVVC kritisierte die neuen GEMA-Tarife und rief seine Mitglieder auf, eine im März gestartete Online-Petition gegen die GEMA-Tarife zu unterzeichnen. Die GEMA hatte betont, eine baldige Einigung mit den Musiknutzern über die neue Tarifstruktur im Veranstaltungsbereich erzielen zu wollen und deshalb ein Schiedsstellenverfahren eingeleitet.

"Wir sind gespannt zu erfahren", so GEMA-Vorstandsmitglied Georg Oeller, "wie sich der DEHOGA zum von unserem Hause angestrengten Schiedsverfahren positioniert: Die dortige Angemessenheitsprüfung unserer Tarife sollte doch auch im Interesse des DEHOGA sein und so stellt sich die Frage, ob die Bundesvereinigung dem Schiedsverfahren beitritt." Seit der Tarifreform hat die Bundesvereinigung der Musikveranstalter Verhandlungen mit der GEMA bezüglich der neuen Tarife abgeleht – trotz "langjähriger Tarifpartnerschaft und der Forderung nach einer Reform der Tarife", wie es in einer Mitteilung der GEMA heißt.

Eine Lösung für die verfahrene Situation wollen GEMA, DEHOGA und Bundesvereinigung der Musikveranstalter nun an einem öffentlichen Runden Tisch finden. Einen Termin für den Runden Tisch gibt es noch nicht, er werde jedoch baldmöglichst bekannt gegeben, heißt es seitens der GEMA. GEMA-Vorstandsmitglied Georg Oeller: "Wir sollten nicht nur übereinander, sondern miteinander reden. Lassen Sie uns unsere Argumente im Rahmen eines öffentlichen Runden Tisches austauschen."

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