19.09.2012
Wirtschaft
München – Die GEMA und die LiveMusikKommission (LiveKomm), der Verband der Musikspielstätten in Deutschland, eröffneten gestern die ersten Verhandlungsgespräche in Sachen GEMA-Tarife für den Veranstaltungsbereich. "Ziel der Verhandlungsgespräche ist die Berücksichtigung von Branchenbesonderheiten der Clubs auf Basis der ab 1. April 2013 geltenden Tarife", heißt es in einer Mitteilung der GEMA.
Mit Branchenbesonderheiten sind wohl unter anderem die überdurchschnittlich langen Öffnungszeiten von Clubs gemeint. Viele Clubbetreiber konnten vor allem mit den Zuschlägen, die die neuen GEMA-Tarife für Öffnungszeiten über acht Stunden vorsieht, nichts anfangen. Zudem würden in vielen Clubs kaum Songs von Urhebern gespielt, die GEMA-Mitglied seien. Ob für diese Probleme Lösungen gefunden werden können, bleibt abzuwarten.
Die begonnenen Gespräche zwischen GEMA und LiveKomm sollen im November fortgesetzt werden, heißt es seitens der GEMA. "Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der LiveKomm die Verhandlungen über die veröffentlichten Tarife eröffnen konnten. Das ist ein positives Signal für alle Clubs in Deutschland. Ich bin guter Dinge, dass wir gemeinsam mit den Vertretern der LiveKomm eine beidseitig gute Lösung finden werden, um die Besonderheiten der Clubszene in einem Gesamtvertrag zu berücksichtigen", so Georg Oeller, Vorstandsmitglied der GEMA.
LiveKomm beim Reeperbahn Festival 2012
Die LiveKomm ist beim Reeperbahn Festival 2012 vertreten. Der Verband führt in Hamburg seine Mitgliederversammlung, Arbeitskreise und eine Vorstandssitzung durch. Zudem nimmt die LiveKomm an mehreren Panels des Reeperbahn Campus teil, unter anderem an dem von "Musikmarkt"-Autor Lothar Scholz moderierten Panel "Tanzen wird teuer".
Am Donnerstag, 20. September, lädt die LiveKomm zwischen 18 und 19 Uhr zu einem "Meet & Greet" auf der Vernissage der Ausstellung des "Clublexikons" ins "My Pony" ein.