28.10.2010
International
Paris – Smartorrent, Frankreichs größter Torrent-Anbieter, umgeht das Drei-Stufen-Gesetz mit Hilfe eines Virtual Private Network (VPN). Der Gründer der Webseite gab gegenüber "TorrentFreak" an, mit SmartVPN seit September bereits mehr als 2500 Mitglieder gewonnen zu haben.
In einem VPN-Netzwerk wird die echte IP-Adresse eines Users nicht angezeigt. Dadurch ist es der französischen Urheberrechtsorganisation Hadopi nicht möglich, über Internet Service Provider (ISP) an die Daten verdächtiger Filesharer zu gelangen.
Im September trat das umstrittene "Three Strikes"-Gesetz in Kraft. Aktuell werden 25.000 verdächtige Filesharer täglich gemeldet. ISPs sind verpflichtet die Daten der Verdächtigten herauszugeben, die daraufhin einen Warnbrief erhalten. Nach der dritten Warnung wir den Usern im schlimmsten Fall der Internetzugang entzogen.
Der Gründer von Smartorrent, der nur unter dem Namen "Clever" erwähnt wird, erklärte gegenüber "TorrentFreak": Man habe seit der Implementation des "Three Strikes"-Gesetzes über einen VPN-Dienst nachgedacht. Eine Mitgliedschaft kostet fünf Euro im Monat. Ironischerweise beflügle die Drei-Stufen-Regelung laut "TorrentFreak" Unternehmen wie das von "Clever".