20.10.2010
International
Paris – Der französische Internet-Service-Provider Free sträubt sich vorerst nicht länger gegen das "Three Strikes"-Gesetz. Seit Montag, 18. Oktober, meldet das Unternehmen verdächtige Filesharer bei der zuständigen Behörde Hadopi.
Das Unternehmen hatte eine Gesetzeslücke genutzt, um sich aus der Verantwortung zu ziehen ( www.musikmarkt.de berichtete ). Als Free bekannt gab, vorerst keine Filesharer zu verfolgen, war der Aufschrei unter den anderen Internetanbietern groß: Free versuche sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Laut "Heise" änderte Free seinen Kurs nun in Sachen Filesharing, nachdem die Regierung Druck auf den Provider ausgeübt hat. Das "Three Strikes"-Gesetz belegt ISPs, die nicht kooperieren, mit einem Busgeld von 1500 Euro.
Free beugt sich zwar jetzt der staatlichen Anordnung, beteurte allerdings, gegen das Gesetz vorgehen zu wollen.