28.01.2010  Recorded Music  International

File-Sharing: US-Gericht reduziert Millionen-Strafe

 

Minneapolis - Ein US-Gericht hat das Strafmaß für eine Frau deutlich reduziert, die in einem vorangegangenen Urteil zu einer Strafe von rund zwei Millionen US-Dollar wegen illegalem File-Sharing verurteilt worden war. Die Beklagte Jammie Thomas-Rasset soll jetzt laut BBC 54.000 US-Dollar (38.000 Euro) an den Branchenverband Recording Industry Association Of America (RIAA) zahlen.

Der zuständige Richter bezeichnete die ursprünglich festgelegte Summe von 1,92 Millionen US-Dollar (1,36 Millionen Euro) als "monströs". Jammie Thomas-Rasset ließ indes verlauten, dass sie sich für eine weitere Reduzierung der Strafzahlung einsetzen will. "Ob das jetzt zwei Millionen Dollar oder 54.000 Dollar sind, ich bin eine Mutter mit vier Kindern und einem Einkommen und wir bringen einen Betrag in der Größenordnung derzeit nicht auf", wird sie von der BBC zitiert. Die RIAA will das neue Urteil erst einmal "analysieren" und sich dann entscheiden, ob sie es akzeptiert. In dem Prozess geht es um 24 illegal verbreitete Songs von Acts wie Aerosmith, Def Leppard, Green Day und Gloria Estefan.

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