20.08.2012
Digital+Mobil
Redwood City - In der Führungsetage von Electronic Arts ist man offenbar der Überzeugung, dass Download-Spiele herkömmlichen Retail-Produkte schneller den Rang ablaufen könnten als gedacht.
Jüngst äußerte sich der Chief Operating Officer von Electronic Arts, Peter Moore, diesbezüglich. Seiner Meinung nach werden Download-Games das Retail-Produkt „Videospiel“ schneller ablösen als viele damit rechnen. Aus diesem Grund setzt Electronic Arts auch verstärkt auf Download-Distribution, aber auch Free-2-Play-Titel. Mit der hauseigenen Plattform Origin ist Electronic Arts seit einiger Zeit auf Kurs und der Einzelhandel beobachtet die Entwicklung nicht nur in Bezug auf EA seit einiger Zeit besorgt.
In einem Interview gab Peter Moore nun zu, dass er davon ausgeht, dass der Einzelhandel im Bereich Games bereits in naher Zukunft von Downloads abgelöst werden könnte. Dies hörte sich vor wenigen Wochen noch ganz anders an. Schon jetzt ist das Geschäft mit Downloads bei Electronic Arts von großer Bedeutung. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz mit Downloads auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Damit ist diese Sparte im Vergleich zum Umsatz mit Retail-Produkten zwar immer noch klein, aber holt definitiv auf. Im selben Geschäftsjahr konnte EA mit herkömmlichen Spielen 2,6 Milliarden US-Dollar umsetzen.
„Wir werden an einen Punkt kommen, ob nun zwei oder drei Jahre von jetzt an, an dem wir sagen: Wir verdienen mehr mit digitalen Medien als mit physischen Medien, und das dauert eindeutig nicht mehr lange. In diesem Geschäftsjahr haben wir 41 Social-, Mobile- und Free2Play-Titel, und später im Jahr werden wir möglicherweise weitere kommende Spiele ankündigen,“ äußerte sich Moore gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.