13.04.2011  Recorded Music  International

EU plant Verlängerung des Urheberschutzes

 

London – Die Europäische Kommission könnte bereits im Mai über die Verlängerung des Urheberschutzes bei Musikwerken entscheiden. Damit könnten Rechteinhaber noch 20 weitere Jahre Tantiemen unter anderem für die öffentliche Aufführung der ersten Beatles- oder Rolling-Stones-Songs einnehmen.

Ursprünglich forderten die Befürworter eine Verlänerung auf 95 Jahre. Nun stehen immerhin 70 Jahre zur Debatte und die Opposition innerhalb des Europäischen Rates, die das Vorhaben über die vergangenen zwei Jahre blockiert hatte, schrumpft. Dänemark, einst ausdrücklich gegen die Verlängerung, wechselte kürzlich die Seiten – der Widerstand bröckelt.

Laut "Music Week" würde John Smith, Generalsekretär der britischen Musicians' Union, ein Urteil pro Verlängerung des Schutzrechtes begrüßen. Man hoffe auf ein schnelles Votum. Aufnahmen etwa von Cliff Richard und Adam Faith seien bereits für jedermann lizenzfrei zugänglich.

Laut dem Copyright-Blog des Rechtsverlags Wolters Kluwer sei die Verlängerung des Urheberschutzes nur im Interesse der Musiklobbyisten und Konzerne, da sie sich dadurch weitere 20 Jahre auf eine Einnahmequelle verlässen könnten. Der Grundgedanke des Urheberschutzes sei allerdings, einem Unternehmen ein zeitlich begrenztes rechtliches Monopol auf einen Song zuzusprechen, damit es die Inverstitionen, die es bei der Enstehung des Werkes tätigte, wieder einnehmen könne. Bereits 50 Jahre seien eine sehr großzügige Zeitspanne. Eine Verlängerung sei nicht notwendig.

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