21.09.2010  Recorded Music  International

ERA-Meeting: Patrick Walker spricht YouTube-GEMA-Streit an

 

London - Beim jährlichen ERA-Meeting am 16. September ergriff Gastsprecher Patrick Walker das Wort und weihte die Mitglieder des Handelsverbands in die Problematik zwischen YouTube und der GEMA in Deutschland ein. Der European Director Of Partnerships bei YouTube betonte die Vorteile der kostenlosen Inhalte des Videoportals.

Demnach würden YouTube-Videos Verkäufe fördern, nicht "kannibalisieren", wie die Majors behaupten. Labels und Rechteinhaber müssen mit YouTube zusammenarbeiten, ansonsten verlieren alle, so Walker. In Deutschland habe man es mit der GEMA sehr schwer.

Außerdem ergriffen ERA-Chariman Paul Quirk und Kim Bayley, Director-General bei ERA, das Wort. Quirk betonte, dass Händler mehr seien, als Kanäle zum Kunden. Sie treiben aufgrund ihrer Nähe zum Kunden vielmehr den gesamten Markt an und leisten einen entscheidenden Beitrag zu dessen Wachstum.

Man dürfe zudem das physische Medium aufgrund der hohen digitalen Verkaufszahlen nicht aus den Augen verlieren. Ein großes Problem bei physischen Tonträgern sei das kosten- und zeitaufwändige Warenrücksendungssystem. Zum Schluss betonte Quirk den Lizenz-Dschungel, durch den sich digitale Musikdienste zu kämpfen hätten und der vor allem neue Marktteilnehmer abschrecke.

Kim Bayley betonte den rapiden Wandel des Musiksektors. Die 150 Mitglieder der ERA umfassen mittlerweile Download-Stores, mobile Dienstleister und Streaming-Dienste. Ein weiteres Zeichen dafür sei Clive Gardiner, Senior VP Digital bei We7, der am selben Tag ins Direktorium der ERA gewählt wurde (www.musikmarkt.de berichtete).

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