14.11.2011
Wirtschaft
New York – Universal Music hat EMI Music gekauft . Sony/ATV und Co. bekamen den Zuschlag für EMI Publishing . Die Frage nach kartellrechtlichen Grenzen stellt sich in beiden Fällen, doch sowohl Universal als auch Sony dürften eine Antwort parat haben.
Laut "Billboard" dürfte Universal Music ohnehin relativ mühelos an den US-Aufsichtsbehörden vorbeikommen. Der Marktanteil des Tonträgergeschäfts der EMI Music Group beträgt laut Nielsen SoundScan nur 9,15 Prozent. Außerdem sei die finanzielle Lage des Majors alles andere als rosig, weshalb der Kauf für Universal Music nicht allzu große Hürden bereit halte.
Sony dürfte auf weitaus "stärkeren Gegenwind" treffen. Zwar seien Aufsichtsbehörden in den USA generell weniger pingelig als in Europa, angesichts des hohen Werts von EMI Publishing käme das Konsortium um Sony allerdings nicht ohne Weiteres mit der Akquise des Verlags durch.
Die naheliegendste Maßnahme sowohl für Sony als auch für Universal sei es, Unternehmensteile zu veräußern. Beide Majors hätten eine Menge davon und es sollte laut "Billboard" kein Problem sein, Käufer zu finden.
Der Indie-Verband hatte bereits am Tag des EMI-Verkaufs seine Bedenken geäußert . Universal sei bereits vor der Akquise größer gewesen als akzeptabel. Nun erhielt Impala Rückendeckung von Rich Bengloff, President der American Association Of Idependent Music (A2IM): Die verstärkte Konzentration von Eigentumsverhältnissen an Urheberrechten habe in der Vergangenheit stets der Gemeinschaft unabhängiger Labels geschadet.