29.01.2016  Recorded Music  Szene

Dopp widerspricht "Rolling Stone"-Überschrift: "Mitnichten ein Abgesang auf die CD"

 

Berlin – Bernd Dopp hat die CD nicht für tot erklärt – wie die Überschrift des "Rolling Stone"-Artikels "Abschied von der CD – Musikindustrie setzt auf Streaming" fälschlicherweise suggeriert hatte. Da diese auf keinem Zitat von Bernd Dopp basiert und auch nicht seinen Äußerungen entspricht, hat das Musikmagazin eine Richtigstellung veröffentlichen müssen.

Der "Rolling Stone" erklärte, dass die Überschrift der Meldung über die positive Bilanz der Musikindustrie für das Jahr 2015, die Bernd Dopp, CEO von Warner Music Central Europe, zog, missverständlich sei. Im Gegenteil habe Dopp gegenüber "Rolling Stone" betont, dass die CD mit ihrem Marktanteil von gut 70 Prozent nach wie vor ein wichtiges Standbein der Musikindustrie sei.

Angesichts rückläufiger Tonträgerverkäufe (minus 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und deutlich steigender Streaming-Umsätze (plus 96,6 Prozent im Vergleich zu 2014) setzt die deutsche Musikindustrie verstärkt auf den digitalen Markt. "Streaming wird auf nicht absehbare Zeit der dominierende Vertriebsweg werden", stellte Bernd Dopp treffend fest.

Dopp hatte zudem gegenüber dem "Rolling Stone" ausgeführt: "Wegen des enormen Wachstums des Streaming-Marktes sind wir in Teilmärkten unseres Geschäftes wieder auf dem Weg in die Sechziger. Ganz besonders, wenn es sich um Musik für jüngere Zielgruppen handelt. In den frühen und mittleren Sixties wurden ja im Wesentlichen einzelne Songs verkauft."

"Mitnichten ein Abgesang auf die CD"

Benedikt Lökes, Director Corporate Communication Warner Music Central Europe, über die Richtigstellung: "Es ist unserem Haus wichtig klarzustellen, dass die Headline der Pressemeldung des 'Rolling Stone' 'Abschied von der CD – Deutsche Musikindustrie setzt auf Streaming' definitiv nicht der Meinung von Bernd Dopp und Warner Music Central Europe entspricht. Deswegen hat sich der 'Rolling Stone' in der beigefügten Erklärung korrigiert."

"Wer den gesamten Artikel genau liest, erkennt unmissverständlich eine völlig andere Aussage und mitnichten einen Abgesang auf die CD und den Umsatz mit physischen Tonträgern. Die CD ist nach wie vor der bedeutendste Umsatzbringer im deutschen Musikgeschäft und wird glücklicherweise noch lange am Markt existieren. Dass Streaming indes für jüngere Zielgruppen immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist hinlänglich bekannt", so Lökes weiter.

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