18.08.2010
Messen/Events
Berlin – Am 17. August stellten die Popkomm-Macher in einem Pressefrühstück und anschließendem Rundgang durch den ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof Programm und neue Location vor. Das Interesse der Medien war groß. "Es ist ein kompletter Neustart!“, erklärte Popkomm-Geschäftsführer Dr. Ralf Kleinhenz in der künftigen Universal Lounge direkt am wohl längsten Flugsteig der Welt.
Die zeitliche Nähe zur Internationalen Funkausstellung und zur Medienwoche, das B2C-Programm, die neue Location und insbesondere die Verbindung zum Berlin Music Festival, all das sei für die Popkomm von Vorteil. Die Nachfrage sei groß, zum Stand der gebuchten Flächen, wollte sich Kleinhenz aber nicht äußern, denn: "Wir denken nicht mehr in Quadratmetern!“ Es gehe um Inhalte, betont er und stellte mit Freude fest: "Die Branche braucht die Popkomm!“.
Die Messe kann schon jetzt einen Besucherrekord für sich verbuchen, allerdings nur in einem Zahlenspiel. Denn die 20 000 erwarteten Besucher des "Berlin Music Festivals" können am Freitag, 10. September (dem Public-Day), auch auf die Messe. Was sie dort erwartet, ist allerdings noch nicht klar. Kleinhenz spricht von einem Experiment. Gestallt nimmt mittlerweile das Programm für die Popkomm Music City an, das in der Eingangshalle während der Popkomm kostenlos und für alle angeboten wird. Mitten in der Halle werde auf einer Bühne Live-Musik gespielt, geplant sei auch eine Modenschau, erklärte Popkomm-Leiter Daniel Barkowksi. Die Vorstellung von Medienberufen, eine Weinverkostung mit einem "Rockwinzer", die Fotoausstellung "Popview“ und ein Musikkino gehören ebenfalls dazu.
Über den Stand der Dinge beim "Showcase Festival“ berichtete Paul Cheetham. Er wünscht sich, dass das von ihm geleitete Festival zum Sprungbrett für die 60 beteiligten Künstler wird. Und schließlich präsentierte Oliver Hafke, was die von ihm geleiteten Jazzkomm zu bieten hat. Es gebe 40 Bands aus 15 Ländern, einen Kongress mit sechs Slots und 20 Aussteller. Mit diesen Informationen versorgt durften die Medienverteter die ansonsten für die Öffentlichkeit gesperrten Räume des Flughafens besichtigen und den imposanten Blick aufs Flugfeld bestaunen.
Lothar Scholz