25.01.2012
Messen/Events
Paris/Cannes - Der deutsche Musikmarkt steht unter dem Motto "The Germany Way Of Music" im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen der MIDEM 2012. Über 200 deutsche Unternehmen haben ihre Teilnahme an dem Branchenevent zugesagt.
100 davon haben sich für den vom Ministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten deutschen Gemeinschaftsstand angemeldet. Dagmar Sikorski, Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbandes (DMV), kommentiert: "Für uns ist die MIDEM ein bedeutender Event der nationalen und internationalen Entscheider, aber auch der Kreativen, der Politiker und vieler anderer Wirtschaftsbereiche, die die Musik als Träger nutzen, um ihre Botschaft dem Endverbraucher zu vermitteln. Bei aller Euphorie über neue Technologien und aggressive Marketingkonzepte sollte man nicht die Autoren vergessen, denn sie haben ein Recht auf eine angemessene Vergütung, damit sie davon auch leben können. Darum hoffen wir auf die Unterstützung der Politik."
Dazu passend findet am Montag, 30. Januar, um zehn Uhr morgens im Palais des Festivals eine Podiumsdiskussion der GEMA zum Thema "Verlorener Besitzstand - die Zukunft der kollektiven Rechtewahrnehmung in der EU" statt. An der Diskussion werden sich Vertreter der Europäischen Kommission, des deutschen Parlaments, der Verwertungsgesellschaften STIM, ECS und PRS beteiligen. Weitere Panels und Konferenzen, bei denen der deutsche Musikmarkt vertreten ist, sind: MIDEM Summits (mit CISAC, ISCMP & IAEL) mit Dr. Peter Hanser-Strecker (CEO Schott Music), Jens-Markus Wegener (Managing Director AMV Talpa GmbH), Philipp Plog (Partner Field Fisher Waterhouse) und Eberhard Kromer (Partner SKW Schwarz), die MIDEM Academy mit Konrad Sommermeyer (CEO Guerilla Management) sowie die Speed Meeting Sessions in The Hub mit Volker May (Vice-Chairman Europe IMMF) und Horst Weidenmueller (CEO !K7). Außerdem wird der Berliner DJ Paul van Dyk beim "Visionary Monday" als Sprecher erwartet.
Zu den Institutionen und Verbänden, die zur MIDEM 2012 wieder nach Cannes kommen, sind unter anderem das Staatsministerium für Kultur und Medien, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Vertreter des deutschen Bundestags, die GEMA, der Deutsche Musikververleger-Verband (DMV), der Bundesverband Musikindustrie (BVMI), die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv), Initiative Musik, VUT, Berlin Partner, Deutscher Musikrat und Jazz + World Partners. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI: "Unsere Industrie braucht internationale Foren für Debatten. MIDEM und auch unsere Branche verändern sich. Das macht die MIDEM gerade in diesem Jahr so interessant."
Auch Bernd Neumann, der deutsche Staatsminister für Kultur und Medien, und der Parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, besuchen begleitet von einer Delegation von Repräsentanten der deutschen Musikindustrie den deutschen Gemeinschaftsstand, der übrigens erneut der größte Länderstand der MIDEM sein wird. Bruno Crolot, Director der Musikabteilung von Reed MIDEM, kommentiert: "Wieder einmal wird die deutsche Delegation ein wesentlicher Bestandteil der MIDEM sein. Als weltweit drittgrößter Musikmarkt ist es nur verständlich, dass die deutsche Musikindustrie eine derartig prominente Position auf der MIDEM inne hat. Wir freuen uns, eine solch große deutsche Delegation begrüßten zu dürfen, darunter bahnbrechende Technologien, Markenartikler und Künstler zusätzlich zu den traditionellen Musik-Unternehmen, Politikern und Verwertungsgesellschaften."
Insgesamt sechs deutsche Unternehmen haben es bis ins Finale der MIDEM-Wettbewerbe geschafft: So sind Ondano, Navegas, Pipe, Songs2See und musicplayr im Finale der midemlab. Außerdem macht sich TLGG mit Vodafone Hoffnungen auf den Preis der besten Musik-Marketingkampagne für “Mein Tweet als Lied”.