30.04.2012
Wirtschaft
Köln – Nach dem bislang quotenschwächsten "DSDS"-Finale zieht RTL die Konsequenzen: Jury-Mitglieder Bruce Darnell und Natalie Horler müssen gehen, "DSDS"-Urgestein Dieser Bohlen darf bleiben. Auch Moderator Marco Schreyl wird bei der "DSDS"-Jubiläumsstaffel im nächsten Jahr nicht mehr dabei sein.
Beim Finale von "DSDS" am Samstag, 28. April, schalteten insgesamt 4,71 Millionen Zuschauer ein. Aus der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sahen 2,68 Millionen (Marktanteil: 28,3 Prozent), wie Luca Hänni das "DSDS"-Finale für sich entschied. Es handelt sich um die niedrigste Einschaltquote für ein "DSDS"-Finale bislang.
Mit Außnahme von Dieter Bohlen werden sowohl die "DSDS"-Jury als auch der Moderatoren-Posten im kommenden Jahr, zur zehnten Staffel von "DSDS", neu besetzt. Bruce Darnell, Natalie Horler und Marco Schreyl werden den 10. "DSDS"-Geburtstag also nicht mitfeiern können. "'DSDS' ist deshalb eine große Show, weil wir Mut zur Veränderung haben", zitiert die "Bild"-Zeitung Dieter Bohlen. "Wir alle im Team wollen immer besser werden. Deshalb wird kein Stein auf dem anderen bleiben", so Dieter Bohlen weiter.
Änderungen im "DSDS"-Konzept
Doch nicht nur personell soll sich bei "DSDS" 2013 einiges ändern. RTL will auch das Konzept der Castingshow überarbeiten. So soll das Mindestalter für "DSDS"-Kandidaten 18 Jahre betragen, in die Mottoshows sollen ebensoviele Jungs wie Mädchen einziehen, auf der "DSDS"-Bühne soll wieder eine Live-Band spielen. Dieter Bohlen bleibt die Konstante in der "DSDS"-Revolution. Auch beim neuen Casting-Format "DSDS"-Kids wird Dieter Bohlen in der Jury sitzen – neben Dana Schweiger und Michelle Hunziker.
Was macht die Konkurrenz?
Beim "DSDS"-Finale 2011, als Pietro Lombardi gewann, schalteten noch 6,3 Millionen Zuschauer aus dem Gesamtpublikum ein. 2010 waren es sogar 7,85 Millionen Zuschauer. Trotzdem ging RTL am Samstag mit einem Tagesmarktanteil von 19 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen als Sieger im Quotenrennen hervor. Es folgt ProSieben mit 10,3 Prozent, die ARD mit 8,9 Prozent, Vox mit 8,3 Prozent sowie Sat.1 mit 8,2 Prozent.