04.02.2016  Live Entertainment  Wirtschaft

DEAG prognostiziert für 2016 ein EBIT von 3 bis 5 Mio. Euro

 

Frankfurt - Die Deutsche Entertainment AG prognostiziert für ihr Geschäftsjahr 2016 ein EBIT von "mindestens drei bis fünf Millionen Euro" – das Ergebnis vor Steuern und Zinsen sei konservativ kalkuliert und berücksichtige nicht mögliche Einmaleffekte.

Ihr 2015er Ergebnis hat die DEAG jedoch noch nicht veröffentlicht, wodurch ein direkter Vergleich nicht möglich ist. Das EBIT zum 3. Quartalsende lag jedoch bei minus 12,7 Millionen Euro. Eine deutliche Steigerung ist damit auf jeden Fall zu verzeichnen. Im Vergleich zu 2014 fällt dies jedoch dennoch eher mager aus, denn da lag das EBIT bei 9,1 Millionen Euro.

In ihrer ad-hoc-Mitteilung hebt die DEAG die positiven Entwicklungen hervor: So seien schon 1,8 Millionen Tickets für die rund 1900 für 2016 im Vorverkauf befindlichen DEAG-Veranstaltungen verkauft, die konzerneigene Ticket-Plattform myticket.de wachse stetig und mache mittlerweile zehn Prozent der Verkäufe aus und für die vier Rockfestivals seien bereits insgesamt 100.000 Karten abgesetzt. Der Prognose zufolge wird sich der Ticket-Absatz über myticket.de 2016 mindestens verdoppeln.

Daneben betont die DEAG, dass bei der Prognose "positive Ergebniseffekte" nicht berücksichtigt wurden. Gemeint sind hiermit Zahlungen, die DEAG möglicherweise einklagen kann. Für das ursprünglich am Nürburgring geplante "Der Ring – Grüne Hölle Rock", das unter viel Medienrummel schließlich als "Rock im Revier" in Gelsenkirchen umzog, will der Konzern Forderungen von insgesamt zehn Millionen Euro geltend machen – gegenüber dem Nürburgring-Betreiber CNG sowie einer Versicherung. Sollte dies der DEAG gelingen, wären die "Zahlungseingänge [...] dabei nahezu vollständig erfolgswirksam, da die damit verbundenen Aufwendungen ebenfalls bereits in den ersten drei Quartalen des Jahres 2015 erfasst wurden", erklärt der Konzern in der Mitteilung.

Derweil erwartet der Konzern eine Senkung der Gagen und Festival-Produktionskosten um 21 Millionen Euro im Vergleich zu 2015. "Aufgrund der international erfolgreichen Etablierung bei Künstlern und Agenten hat sich 2016 auch die Wettbewerbssituation bei den Festivals positiv verändert", schreibt die DEAG hierzu. "Die notwendigen Aufwendungen für Gagen und Produktionskosten in diesem Bereich reduzieren sich somit im laufenden Jahr bei gleichbleibendem Qualitätsniveau um rund 21 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund hat die DEAG beschlossen, das Festival in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2016 nicht in Gelsenkirchen, sondern in der Dortmunder Westfalenhalle zu veranstalten."

Das Unternehmen gehe davon aus, dass der Festivalbereich 2016 in etwa ausgeglichen sein wird. 2015 noch sorgten die Festivals, u.a. aufgrund des Nürburgring-Debakels, für einen Fehlbetrag im zweistelligen Millionenbereich. Für die Zukunft ist die DEAG zuversichtlich, seine Rockfestivals etablieren zu können. Für das "Rock in Vienna 2016" wurden bereits 60 Prozent der Tickets verkauft und das "Sonisphere Festival – Allmend rockt" sei schon nahezu ausverkauft.

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